Die amerikanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2025 um 3 Prozent gewachsen. Das zeigen vorläufige Zahlen des Bureau of Economic Analysis. Das Wachstum ist stärker als erwartet und folgt auf einen Rückgang von 0,5 Prozent im ersten Quartal. Laut Bloomberg trug vor allem die Handelsbilanz erheblich zur Erholung bei.
Export treibt Wirtschaftswachstum in Q2
Das Wirtschaftswachstum wurde größtenteils durch den Nettoexport getragen, der ganze 5 Prozentpunkte zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beisteuerte. Im ersten Quartal verursachte der Export noch einen Rekordrückgang. Nun scheint vor allem der Rückgang der Importe, nach früherer Lagerbildung durch Unternehmen, für ein Gleichgewicht zu sorgen.
Die Konsumausgaben, normalerweise gut für etwa zwei Drittel des BIP, stiegen nur um 1,4 Prozent. Das ist der langsamste aufeinanderfolgende Anstieg seit der Coronapandemie. Auch die Investitionen aus der Wirtschaft wuchsen weniger stark als in vorherigen Quartalen.
Märkte warten auf Fed-Entscheidung über Zinsen
Trotz der überraschend positiven Zahlen reagieren die Finanzmärkte zurückhaltend. Sowohl Aktienmärkte als auch der Bitcoin Kurs sind heute rot. Anleger scheinen auf die Zinsentscheidung der amerikanischen Zentralbank heute Abend um 20:00 Uhr niederländischer Zeit zu warten.
Der Markt rechnet damit, dass die Federal Reserve die Zinsen unverändert lässt. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird von Händlern derzeit auf 97 Prozent geschätzt. Die Inflation laut dem PCE-Preisindex – dem bevorzugten Inflationsmesser der Fed – lag bei 2,5 Prozent. Das ist etwas höher als die erwarteten 2,3 Prozent, aber noch weit über dem Fed-Ziel von 2 Prozent.
Neue Handelsabkommen und Importzölle
Auch die amerikanische Handelspolitik scheint eine Rolle in der Wachstumsgeschichte zu spielen. So schloss die Regierung von Präsident Donald Trump kürzlich neue Handelsabkommen mit unter anderem Japan und der Europäischen Union. Gleichzeitig kündigte Trump einen Importzoll von 25 Prozent auf Produkte aus Indien an. Andere Länder haben bis Freitag Zeit, eine Vereinbarung zu treffen, um ähnliche Maßnahmen zu vermeiden.
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