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Die Aktien des Chipherstellers AMD sind am Dienstag im vorbörslichen Handel um über 10 Prozent gestiegen. Anlass ist die Ankündigung einer mehrjährigen Zusammenarbeit mit Meta, dem Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp. Analysten schätzen, dass die Vereinbarung einen Gesamtwert von etwa 100 Milliarden Dollar haben könnte.
Im Rahmen des Deals wird AMD bis zu 6 Gigawatt an sogenannten Instinct-GPUs liefern. GPUs sind leistungsstarke Chips, die speziell für die komplexen Berechnungen hinter KI-Modellen geeignet sind. Sie werden sowohl für das Training von KI-Systemen als auch für deren praktische Anwendungen eingesetzt.
Das Ausmaß ist beträchtlich. Eine Kapazität von 6 Gigawatt unterstreicht, wie groß die KI-Infrastruktur von Meta mittlerweile ist und wie viel Energie benötigt wird, um moderne KI-Modelle zu betreiben. Die Chips werden zudem in Metas Helios Rackscale-Architektur integriert, einem Design für groß angelegte Rechenzentren, das auf hohe Leistung und effizienten Energieverbrauch ausgerichtet ist.
Meta erhält zudem speziell entwickelte Chips, die auf AMDs neuer MI450-Architektur basieren. Die erste Lieferung mit einer Kapazität von einem Gigawatt ist für die zweite Jahreshälfte geplant.
Laut AMD-CEO Lisa Su sorgt die mehrjährige Zusammenarbeit dafür, dass die technologischen Roadmaps beider Unternehmen eng aufeinander abgestimmt werden. Dies soll zu einer leistungsfähigen und energieeffizienten KI-Infrastruktur führen, die speziell für Meta optimiert ist. CEO Mark Zuckerberg betonte, dass die Kooperation ein wichtiger Bestandteil der breiteren KI-Strategie des Unternehmens sei. Meta beabsichtigt, seine Rechenkapazitäten zu erweitern und zugleich die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren.
Ein bemerkenswerter Teil des Deals ist, dass AMD Meta eine Option auf bis zu 160 Millionen Aktien gewährt hat. Dies bedeutet, dass Meta das Recht erhält, diese Aktien künftig zum Preis von 0,01 Dollar pro Stück zu erwerben. Dieses Recht ist an Bedingungen wie die Erreichung von Lieferzielen, technischen Leistungen und bestimmten Kursmeilensteinen geknüpft. Durch diese Konstruktion haben beide Unternehmen einen zusätzlichen finanziellen Anreiz, die Zusammenarbeit erfolgreich zu gestalten.
Meta nutzt bereits Millionen von AMD EPYC-Prozessoren und eine große Anzahl an MI300- und MI350-GPUs in seinen globalen Rechenzentren. Die neue Vereinbarung baut auf dieser bestehenden Beziehung und früheren gemeinsamen Projekten im Rahmen des Open Compute Projects auf.
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