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Mit einer milliardenschweren Übernahme startet Amazon den Angriff auf Elon Musk an. Durch den Kauf des Satellitenunternehmens Globalstar für rund 11,6 Milliarden Dollar tut der Konzern weit mehr, als nur sein Leo-Netzwerk zu erweitern.
Auf dem Markt wird dieser Schritt als direkte Herausforderung an Starlink gesehen, das derzeit noch dominierend im Satelliten-Internet ist. Investoren reagierten sofort begeistert. Die Amazon-Aktie stieg kurz nach der Bekanntgabe um 3,8 Prozent.
Auffällig ist, dass Amazon nicht einfach eine Reihe von Satelliten kauft, um den Rückstand aufzuholen. Globalstar bringt nämlich nur eine begrenzte Anzahl von Satelliten mit. Der wahre Wert liegt in etwas weniger Offensichtlichem, aber viel Strategischerem: seltenen Funkfrequenzen, weltweiten Lizenzen und Technologie, mit der Geräte direkt eine Verbindung zu Satelliten herstellen können.
Genau hier will Amazon sich von der Konkurrenz abheben. Nicht nur durch Schüsseln und Terminals, sondern künftig direkt auf Smartphones und Wearables. Die Zusammenarbeit mit Apple unterstreicht dieses Ziel, wobei Amazon Leo-Satellitenfunktionen für iPhones und Apple Watches liefern soll.
Der Milliardenzukauf wirkt auf den ersten Blick wie eine Aufholjagd. Starlink hat schließlich bereits seit Jahren einen gewaltigen Vorsprung. SpaceX hat die größte Satellitenkonstellation der Welt aufgebaut und laut aktuellen Berichten rund 10.000 Starlink-Satelliten im Einsatz. Das Netzwerk bedient inzwischen mehr als 9 Millionen Nutzer weltweit. Außerdem hat SpaceX seine erste Generation von Direct-to-Cell-Satelliten (D2C) mit mehr als 650 Satelliten für mobile Verbindungen bereits ausgerollt.
Amazon liegt hier weit zurück. Das Unternehmen hat derzeit etwas mehr als 200 Leo-Satelliten in Betrieb und plant, letztlich eine erste Konstellation von über 3.000 Satelliten auszurollen. Ab 2028 soll laut Amazon zudem ein eigenes „Direct-to-Device“ System hinzukommen, das Sprache, Nachrichten und Daten direkt auf mobilen Geräten bereitstellt. Dafür sind die Frequenzen und Lizenzen von Globalstar strategisch entscheidend. Amazon kauft also keine große bestehende Nutzerbasis, sondern vor allem einen Zugang zur nächsten Phase der Satellitenkommunikation.
Das macht diese Übernahme fundamental anders als eine klassische Telekom-Übernahme. Amazon versucht nicht nur in einen Wachstumsmarkt einzusteigen, sondern will die Spielregeln mitgestalten. Starlink hat Satelliteninternet mit separaten Empfängern auf Häusern, Schiffen, Flugzeugen und Wohnmobilen groß gemacht. Amazon sieht darüber hinaus einen zweiten, potenziell noch größeren Markt entstehen: Standardtelefone, die außerhalb der Reichweite von Sendemasten dennoch verbunden bleiben. Für Notrufe, Nachrichten, Standortdienste, Logistik und geschäftliche Anwendungen ist das kommerziell attraktiver, als es auf den ersten Blick klingt. Besonders wenn Milliarden von Geräten statt Millionen von Terminals angeschlossen werden können.
Dennoch bedeutet dies noch keinen Machtwechsel. Wer den Konkurrenzkampf betrachtet, sieht, dass SpaceX in fast allen operativen Bereichen noch vorne liegt. Starlink hat nicht nur deutlich mehr Satelliten und Kunden, sondern auch einen Vorteil, den Amazon kaum kopieren kann: eigene Trägerkapazitäten. SpaceX kann seine Satelliten mit Falcon 9-Raketen selbst und zu relativ geringen Kosten ins All bringen. Amazon ist für die Ausweitung von Leo auf Partner wie United Launch Alliance, Arianespace, Blue Origin und sogar SpaceX angewiesen. Das macht eine Skalierung langsamer und fragiler.
Auf dem Papier scheint Blue Origin ein logisches Ass im Ärmel zu sein, da das Unternehmen ebenfalls Jeff Bezos gehört. In der Praxis sieht es jedoch anders aus. Blue Origin ist kein Teil von Amazon und operiert als eigenständiges Unternehmen. Starts erfolgen daher über kommerzielle Verträge, nicht über eine interne Infrastruktur wie bei SpaceX. Zudem hinkt Blue Origin mit seinen neuen Raketen hinterher, was Amazons Flexibilität bei der Startgeschwindigkeit einschränkt.
Dieser Rückstand ist nicht nur theoretisch. Amazon hat bei der Regulierungsbehörde FCC bereits um zusätzliche Zeit für den Ausbau gebeten, da das Unternehmen die erforderliche Anzahl an Satelliten noch nicht rechtzeitig in die Umlaufbahn gebracht hat. Das bedeutet, dass Investoren diese Übernahme wahrscheinlich vor allem als strategischen Beschleuniger für die mittlere Frist sehen, nicht als Ereignis, das morgen bereits Marktanteile von Starlink wegnimmt.
Gleichzeitig ist die Bedrohung für SpaceX durchaus real. Bisher hatte Starlink eine dominante Position im Satellitenbreitband und einen frühen Vorsprung im Bereich direct to cell. Mit Globalstar holt Amazon auf einen Schlag Spektrum, operatives Know-how und eine bestehende Beziehung zu Apple ins Boot. Letzteres ist vielleicht der am meisten unterschätzte Teil des Deals. Denn während Starlink vor allem in Infrastruktur und Kapazität stark ist, erhält Amazon nun Zugang zu einem riesigen Ökosystem von Geräten und Nutzern. Wenn Leo bald nahtlos mit iPhones und Apple Watches zusammenarbeitet, kann Amazon in einem Schritt viel näher an den Verbraucher heranrücken als nur mit einer Schüssel auf dem Dach.
Für Amazon ist die erste Marktreaktion eindeutig. Investoren sehen die Übernahme nicht als teure Ablenkung, sondern als seltene Chance, neben dem Online-Handel, Werbung, Cloud und KI ein glaubwürdiges zweites Standbein aufzubauen. Der Kursanstieg von über drei Prozent kurz nach der Bekanntgabe zeigt, dass der Markt erwartet, dass Amazon damit Zugang zu einem Wachstumsmarkt erlangt, der langfristig viel größer werden könnte als nur Breitband in abgelegenen Gebieten. Besonders die Kombination aus Konnektivität, Geräten, Cloud und Geschäftsdienstleistungen passt zum Bild, dass Amazon ein vollständiges Ökosystem aufbauen möchte.
Dem steht jedoch ein erhebliches Risiko gegenüber. Satellitennetzwerke kosten immense Geldsummen, erfordern jahrelange Investitionen und bringen erst spät skalierbare Vorteile. Sollte Amazon die Einführung verzögern, auf regulatorische Probleme stoßen oder es nicht schaffen, außerhalb von Notfallkommunikation und Nischenanwendungen genügend Kunden zu gewinnen, könnte der Markt später doch noch kritischer werden. Vorerst erhält Amazon den Vertrauensvorschuss, vor allem weil das Unternehmen mit AWS und seinem Hardware-Zweig über mehr kommerzielle Wege verfügt als viele traditionelle Satellitenunternehmen.
Für SpaceX sieht es anders aus. Es gibt keinen direkten Börsenkurs, auf den man sich beziehen könnte, da das Unternehmen nach wie vor privat ist. Reuters berichtete jedoch, dass SpaceX inzwischen unter Verschluss gehaltene Unterlagen für einen möglichen Börsengang eingereicht hat. Daher ist dieser Schritt von Amazon durchaus relevant für die zukünftige Bewertung von SpaceX. Bisher konnten Investoren Starlink weitgehend als unangefochtenen Marktführer im kommerziellen Satelliteninternet betrachten. Mit Amazon und Apple als Konkurrenten verliert diese Annahme jedoch an Selbstverständlichkeit. Das muss die Attraktivität eines SpaceX-Börsengangs nicht schmälern, kann aber zu kritischeren Fragen hinsichtlich Margen, Wachstumstempo und der Nachhaltigkeit von Starlinks Vorsprung führen.
Entscheidend ist nicht, dass Amazon Starlink bereits überholt hat. Entscheidend ist, dass der Markt für Internet aus dem Weltraum reifer wird. Wo bislang Starlink den Ton angab, entsteht nun ein Wettstreit zwischen zwei Tech-Giganten mit völlig unterschiedlichen Stärken. SpaceX hat Skalierbarkeit, Geschwindigkeit und Raketen. Amazon hat Kapital, Vertrieb, Cloud, Geräte und nun auch Frequenzen. Genau deshalb könnte sich diese Übernahme später als bedeutender erweisen, als der Kurssprung eines einzigen Handelstages vermuten ließ.
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