Nach einem Feiertag am Montag öffnet heute auch die amerikanische Börse wieder. An der Wall Street zeichnet sich vorerst ein tiefroter Tag ab.

Die Futures deuten auf erhebliche Kursrückgänge hin, die wir zuvor auch bei anderen Börsenindizes aufgrund der Wirren um Grönland gesehen haben. Gold und Silber profitieren von der Unsicherheit und erreichen erneut Rekordhöhen.

Roter Tag an den Finanzmärkten. Quelle: TradingView

Trump bedroht Europa

Europa (und Investoren) müssen sich an das Verhalten von Donald Trump gewöhnen, der derzeit wie ein Elefant im Porzellanladen agiert. Er scheint entschlossen, all seine Pläne im Eiltempo umzusetzen, möglicherweise im Hinblick auf die Zwischenwahlen in den USA, die für November 2026 geplant sind.

Trump hat dem Premierminister von Norwegen per Textnachricht mitgeteilt, dass er sich nicht länger verpflichtet fĂĽhlt, „ausschlieĂźlich an Frieden zu denken.“ Der Grund? Weil er in diesem Jahr nicht den Friedensnobelpreis erhalten hat.

Die jüngsten Turbulenzen haben die Anleger verunsichert, die nun Risiken abbauen. Dies zeigt sich derzeit in fallenden Aktienkursen, Schwäche bei Bitcoin, und gleichzeitig extrem starken Leistungen von Gold und Silber.

Nun wartet man auf eine Reaktion Europas, die nach einem Notfalltreffen der europäischen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag erfolgen könnte. Sie müssen dann entscheiden, wie ernst die Drohungen von Trump zu nehmen sind und wie sie darauf reagieren können.

Unsicherheit dominiert die Finanzmärkte

Während das Jahr noch stark für Risikoinvestitionen zu beginnen schien, herrscht nun Unsicherheit. Hoffentlich findet sich bald eine Lösung im Grönland-Konflikt. Das würde den Anlegern zumindest ein wenig Ruhe verschaffen.

Am Dienstag wurden auch europäische Aktien von Citi herabgestuft, basierend auf der Unsicherheit, die die Gewinnprognosen für Unternehmen trübt.

In Japan stiegen derweil erneut die Zinsen. Die Nachfrage nach Staatsanleihen sinkt dort. Dies ist auf die Erwartung zurĂĽckzufĂĽhren, dass eine kĂĽnftige Regierung noch mehr ausgeben und Steuersenkungen umsetzen will.

Mit anderen Worten: Die Staatsfinanzen werden noch schwächer, und das macht das Halten des japanischen Yen ziemlich unattraktiv. Auf der weltweiten Finanzbühne ist also wieder einiges los.

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