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Der Milliardenkampf um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz (KI) eskaliert weiter. Das KI-Unternehmen Anthropic, Entwickler des Chatbots Claude, plant, 10 Milliarden Dollar bei großen Investoren einzuwerben. Damit könnte die Bewertung des Unternehmens auf 350 Milliarden Dollar steigen, berichten Insider dem Wall Street Journal.
Noch vor vier Monaten wurde Anthropic mit 183 Milliarden Dollar bewertet. Nun liegt dieser Wert fast doppelt so hoch. Die neue Finanzierungsrunde soll vom singapurischen Staatsfonds GIC und dem amerikanischen Coatue Management angeführt werden. Auch Microsoft und Nvidia sollen erneut beteiligt sein.
Im September sicherte sich Anthropic bereits 13 Milliarden Dollar, ebenfalls mit Unterstützung von Microsoft. Auch wenn das Unternehmen derzeit noch Verluste macht, strebt es für 2028 die Profitabilität an. Laut Quellen ist zudem ein Börsengang für dieses Jahr geplant. Damit könnten auch Privatanleger von dem KI-Boom profitieren.
Das Interesse an KI bleibt groß. Allein im Jahr 2025 flossen weltweit über 220 Milliarden Dollar an Risikokapital in KI-Startups – fast die Hälfte aller weltweiten Investitionen. Investoren scheinen sich bislang wenig um Warnungen vor einer möglichen Blase zu kümmern.
Anthropic gilt mittlerweile als ernsthafter Herausforderer von OpenAI. Claude, der KI-Chatbot des Unternehmens, ist besonders bei Entwicklern beliebt. Experten zufolge überzeugt Claude vor allem im Schreiben und Verstehen von Programmiercode.
Anthropic ist nicht die einzige KI-Startup, die von Milliardenkapital profitiert. Auch xAI, das KI-Unternehmen von Elon Musk, konnte kürzlich 20 Milliarden Dollar einwerben. Investoren wie Nvidia, Fidelity und der katarische Staatsfonds investierten.
xAI verwendet das Geld unter anderem für Infrastruktur: Rechenzentren und GPU-Cluster, die notwendig sind, um den KI-Chatbot Grok zu trainieren. Grok ist in X, die soziale Plattform von Musk, integriert.
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