Der Bitcoin Kurs wird in dieser Woche nicht nur durch Charts und geopolitische Entwicklungen beeinflusst, sondern auch durch makroökonomische Signale aus den USA. Mit einem vollen wirtschaftlichen Kalender und mehreren potenziellen Markterschütterungen beobachten Anleger Washington aufmerksam. Vier Ereignisse stechen hervor und können das Sentiment für Bitcoin merklich beeinflussen.

Bitcoin notiert rund 92.000 Dollar und hält damit weiterhin die psychologisch wichtige Marke von 90.000 Dollar. Gleichzeitig ist die Unsicherheit groß, insbesondere da die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank immer wieder schwanken.

Der Wirtschaftskalender dieser Woche. Quelle: Trading Economics

1. Rede von Donald Trump in Davos

Am Dienstag spricht Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Seine Reden sind bekannt für überraschende Aussagen zu Handel, Importzöllen und Geopolitik. Für die Finanzmärkte, insbesondere für Bitcoin, kann schon eine einzige Bemerkung ausreichend sein, um Volatilität zu entfachen.

Stellt sich Trump hart in Handelsfragen auf oder kündigt neue Zölle an, könnte das den Dollar stärken. Ein stärkerer Dollar wirkt sich historisch gesehen oft negativ auf Bitcoin aus.

2. Neue Zahlen zu Arbeitslosenanträgen

Am Donnerstag werden die wöchentlichen Zahlen zu neuen Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung veröffentlicht. Diese Daten liefern einen schnellen Eindruck von der Gesundheit des US-Arbeitsmarktes. Es wird erwartet, dass die Anträge leicht steigen, aber weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau bleiben.

Für Bitcoin ist dies relevant, da ein starker US-Arbeitsmarkt und eine starke Wirtschaft entscheidend für eine mögliche Fortsetzung des Bullenmarktes sind.

3. Kerninflation laut Core PCE-Index

Ebenfalls am Donnerstag wird der Core PCE-Inflationsindex veröffentlicht, die bevorzugte Inflationsmessgröße der Federal Reserve. Dieser Indikator spielt eine zentrale Rolle in der Zinspolitik.

Derzeit geringe Wahrscheinlichkeit für Zinssenkung im Januar. Quelle: CME Group

Liegt die Inflation höher als erwartet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Zinssenkungen weiter hinausgeschoben werden. Dies könnte sich negativ auf Bitcoin auswirken, da Anleger dann eher sichere Zinserträge als volatile Assets bevorzugen. Ein positiver Inflationswert könnte hingegen Spielraum für Zinssenkungen schaffen und damit eine Erholung unterstützen.

4. Verbrauchervertrauen in den USA

Am Freitag wird schließlich das endgültige Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan veröffentlicht. Diese Zahl ist historisch niedrig und zeigt, wie vorsichtig amerikanische Haushalte sind.

Obwohl Bitcoin zunehmend institutionelles Kapital anzieht, bleibt das Verbrauchervertrauen wichtig. Privatanleger sorgen oft für Schwung in Aufwärtsphasen. Bleibt das Vertrauen schwach, könnte das die Nachfrage nach Krypto dämpfen.

Diese vier Ereignisse zusammen verdeutlichen, dass der Bitcoin Kurs in dieser Woche vor allem von makroökonomischen und geopolitischen Faktoren getrieben sein wird. Kein einzelner Datenpunkt ist entscheidend, aber die Kombination aus Politik, Inflation und Arbeitsmarkt bestimmt, ob das Sentiment risk-on oder risk-off wird. Für Anleger bedeutet das: Rechnen Sie mit Volatilität, insbesondere rund um die Veröffentlichungszeitpunkte.

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