Von einer echten Altcoin-Saison war in diesem Bullenzyklus kaum die Rede. Vor allem Bitcoin (BTC) und einige andere große Kryptowährungen zeigten eine starke Performance. Während der Markt eine deutliche Korrektur durchläuft, befinden sich viele Altcoins noch tiefer im roten Bereich. Analyst Darkfost zufolge bewegen sich zahlreiche Coins sogar nahe ihrem Allzeittief.
Altcoins näher am historischen Tiefpunkt als nach der FTX-Krise
Eine Analyse des CryptoQuant-Analysten Darkfost zeigt, dass etwa 38 Prozent aller Altcoins derzeit um ihr Allzeittief notieren. Laut dem Analysten ist dies sogar schlechter als in der Zeit nach dem berüchtigten Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im Jahr 2022.
„Zum Vergleich: Diese Kennzahl lag im April 2025 bei 35 Prozent und direkt nach dem FTX-Crash bei 37,8 Prozent,“ schreibt Darkfost. „Diese Grafik veranschaulicht perfekt die aktuelle Lage der Altcoins. Investoren bleiben vorsichtig und verlieren das Interesse an Altcoins.“
Der Zusammenbruch von FTX war einer der größten Schocks in der Geschichte des Kryptomarktes. Im November 2022 ging die große Kryptobörse plötzlich in Konkurs, nachdem bekannt wurde, dass Kundengelder missbräuchlich genutzt wurden und Milliarden verschwanden. Dies führte zu Panik unter den Anlegern und einem massiven Ausverkauf.
Bitcoin fiel damals inmitten der Panik kurzzeitig unter 16.000 Dollar und viele Altcoins erreichten in dieser Zeit ihre Tiefststände. Mittlerweile liegt der Bitcoin-Kurs bei rund 70.300 Dollar, doch bemerkenswerterweise nähern sich viele Altcoins erneut den Niveaus dieser schweren Marktkrise.
Kapitalabfluss aus Altcoins
Ein wesentlicher Grund für die schwache Performance ist die Risikoscheu der Investoren. In unsicheren Zeiten verschiebt sich Kapital häufig zu sichereren oder stabileren Anlagen. Laut Darkfost fließt daher viel Geld aus Altcoins in andere Märkte, wie Aktien und Rohstoffe.
„Das aktuelle Umfeld ist ungünstig für risikoreiche Anlagen,“ schreibt er. „Der Kryptomarkt ist einer der ersten Sektoren, der dies zu spüren bekommt, insbesondere die Altcoins.“
Die starke Rallye der Edelmetalle im vergangenen Jahr zeigt, dass Anleger zunehmend auf verlässlichere Investitionen setzen. Anfang des letzten Jahres kostete Gold etwa 2.600 Dollar pro Unze (ungefähr 31 Gramm).
Ende Januar erreichte es ein Allzeithoch von rund 5.600 Dollar. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt Gold bei etwa 5.075 Dollar pro Unze.
Einstiegsgelegenheit?
Darkfost zufolge könnte die extreme Schwäche im Altcoin-Markt jedoch auch Chancen für Anleger bieten. „Gerade wenn die Bedingungen stark verschlechtern, entstehen auch neue Chancen,“ schreibt er.
In früheren Marktzyklen kam es häufig vor, dass Altcoins längere Zeit unter Druck standen, bevor eine neue Rallye begann, sobald das Marktsentiment sich verbesserte.
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