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Ein Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, bei dem industrielle Produkte von Einfuhrzöllen befreit werden, wäre laut dem deutschen Staatssekretär der Finanzen Joerg Kukies das effizienteste Szenario. Er sieht es als den rationalsten Weg für beide Wirtschaften. Dies ist besonders in Zeiten von Spannungen über gegenseitigen Handel wichtig.
Kukies sprach darüber während der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds in Washington. Laut ihm sind die Gespräche zwischen der EU und den USA konstruktiv und realistisch genug. Dadurch ist es möglich, innerhalb der 90 Tage dauernden Verhandlungsfrist, die von Präsident Trump festgelegt wurde, zu einer Einigung zu kommen.
Die Gespräche verlaufen laut Kukies in guter Atmosphäre. Dennoch gibt es laut ihm noch viel zu tun. Es gibt zahlreiche Details, die ausgearbeitet werden müssen. Die Bereitschaft, zu einer Vereinbarung zu kommen, ist laut ihm auf beiden Seiten des Atlantiks vorhanden.
Kukies wies darauf hin, dass eine Vereinbarung über niedrigere Tarife nicht automatisch Wirklichkeit wird. Der amerikanische Kongress hat schließlich das letzte Wort. „Das bringt Unsicherheit mit sich, denn es liegt nicht in den Händen der Menschen am Verhandlungstisch,“ sagte er.
Ein Deal, bei dem industrielle Tarife abgeschafft werden, wäre ein deutlicher Schritt nach vorne. Vor allem im Hinblick auf die Stärkung der transatlantischen Handelsbeziehungen. Sowohl europäische als auch amerikanische Unternehmen würden ihre Exportposition verbessern und Kosten senken. Laut Ökonomen könnte dies wiederum in Investitionen und Beschäftigung wirken.
Da geopolitische Spannungen steigen und Handelsbarrieren weltweit zunehmen, könnte ein Abkommen zwischen zwei der größten wirtschaftlichen Blöcke international als Signal wirken. Eine Richtung, in der Tarife gesenkt werden statt erhöht, würde laut Kukies den Märkten Vertrauen geben.
Zentrale Banken manövrieren derzeit zwischen der Dämpfung der Inflation und der Unterstützung des wirtschaftlichen Wachstums. Die amerikanische Federal Reserve (FED) erhielt dabei kürzlich zusätzlichen Druck von außen. Besonders seit Trump den Vorsitzenden Jerome Powell kritisierte wegen seiner ihm zu langsamen Zinspolitik. Diese vorsichtige Haltung macht die Märkte besonders aufmerksam auf Zeichen von Stabilität, wie ein Handelsabkommen zwischen der EU und den USA.
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