Seit der Einführung von Bitcoin (BTC) gilt die Coin als das feste Fundament des Kryptomarkts. Doch 2025 zeichnet sich eine bemerkenswerte Verschiebung ab. In Südkorea, einem der aktivsten Kryptomärkte weltweit, hat sich nicht Bitcoin, sondern XRP zur am meisten gehandelten Kryptowährung entwickelt. Was treibt diesen Wandel an und warum gerade dort?

Bitcoin macht Platz für XRP

Ripple (XRP) war 2025 die am meisten gehandelte Kryptowährung auf südkoreanischen Handelsplattformen. Damit überholte XRP sowohl Bitcoin als auch Ethereum (ETH).

Aus Daten von Upbit, der größten Handelsplattform des Landes, geht hervor, dass das Handelsvolumen von XRP über eine Billion Dollar erreicht hat. Täglich werden Transaktionen in Höhe von mehreren Dutzend Millionen Dollar durchgeführt. Dies deutet auf außergewöhnlich hohe Liquidität und einen strukturellen Einsatz der Coin hin.

Auffällig ist, dass der XRP-Kurs diese Aktivität nicht vollständig widerspiegelt. Im Sommer 2025 erreichte der Preis einige Dollar, steht inzwischen aber deutlich niedriger. Das bedeutet, dass der Handelsdruck vor allem durch Nutzung und Liquidität getrieben wird, nicht durch spekulative Kursanstiege.

Südkoreaner setzen massiv auf XRP

Laut dem Krypto-Analysten X Finance Bull ist die Beliebtheit von XRP in Südkorea kein Zufall. Er verweist auf den praktischen Charakter des Netzwerks und die Tatsache, dass XRP tatsächlich in Finanzinfrastrukturen eingesetzt wird.

Der Fokus liegt hierbei auf dem XRP Ledger (XRPL), das speziell für schnelle und kostengünstige grenzüberschreitende Zahlungen konzipiert ist. Transaktionen werden innerhalb von Sekunden verarbeitet und sind mit geringen Kosten verbunden. Das macht das Netzwerk in einem Markt attraktiv, in dem Schnelligkeit und Liquidität im Mittelpunkt stehen.

Südkoreanische Investoren sind schon lange für ihre Vorliebe für Coins mit klaren Anwendungsfällen bekannt. In diesem Kontext passt XRP besser als viele andere große Kryptowährungen, die vor allem als Wertspeicher gehalten werden, wie Bitcoin (BTC).

XRP als Rückgrat eines neuen Finanzsystems

Ripple konzentriert sich inzwischen nicht mehr nur auf Zahlungen. Der CEO der größten Börse Deutschlands sagte kürzlich, XRP sei „das Rückgrat des zukünftigen Finanzsystems“.

Laut ihm ist die Technologie hinter XRP besonders geeignet, um Banken weltweit zu unterstützen. Er hält Kursziele von bis zu 100 Dollar für realistisch, nicht wegen Hype, sondern wegen der fundamentalen Brauchbarkeit des Netzwerks.

Auch Versan Aljarrah von Black Swan Capitalist teilt diese Sichtweise. Er sieht XRP als digitales Gegenstück zu Zentralbankreserven und sogar Gold heranwachsen.

Dank stabiler Transaktionskosten, hoher Skalierbarkeit und wachsender globaler Akzeptanz durch Finanzinstitute wird XRP laut ihm zunehmend als strategisches Instrument und nicht als spekulative Altcoin wahrgenommen.

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