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Der XRP-Kurs steht heute stark unter Druck nach einem breiten Krypto-Einbruch, der am Wochenende einsetzte. Der Coin verlor in kurzer Zeit zwölf Prozent und durchbrach ein wichtiges Unterstützungsniveau. Laut Analysten ist der starke Rückgang hauptsächlich auf massive Liquidationen und wachsende geopolitische Ängste zurückzuführen, nicht auf negative Nachrichten rund um Ripple selbst.
Der XRP-Kurs liegt derzeit bei etwa 1,55 Dollar. Damit ist der Coin heute bereits um etwa zwölf Prozent gefallen. Der Rückgang beschleunigte sich, als XRP die wichtige Unterstützungszone um 1,79 Dollar durchbrach. Diese Zone diente in den letzten Wochen als Auffangnetz, hielt jedoch diesmal nicht stand.

Der Verkaufsdruck kam nicht nur von XRP. Der gesamte Kryptomarkt verfärbte sich rot, angeführt von einem schwachen Bitcoin (BTC). In solchen Situationen werden sogenannte risikoreichere Coins oft besonders hart getroffen. XRP war deshalb stärker betroffen als der Markt insgesamt.
Derivatives-Daten zeigen, wie heftig die Bewegung war. In kurzer Zeit wurden mehr als siebzig Millionen Dollar an XRP-Futures liquidiert. Der Großteil davon betraf Long-Positionen. Das deutet darauf hin, dass viele Händler auf einen Anstieg gesetzt hatten. Sobald der Kurs zu fallen begann, wurden diese Positionen zwangsweise geschlossen, was den Fall weiter verstärkte.
Laut Marktkennern liegt die Ursache des aktuellen Krypto-Crashs vor allem außerhalb des Kryptomarktes. Am Wochenende nahmen die Spannungen im Nahen Osten durch neue Explosionen im Iran weiter zu. Anleger fürchten eine großangelegte Offensive der Vereinigten Staaten und eine mögliche Schließung der Straße von Hormus, einer entscheidenden Route für den globalen Ölhandel.
Diese Angst sorgt weltweit für Stress auf den Finanzmärkten. Risikoreiche Anlagen, wie Krypto, werden dann oft als erstes verkauft. In Kombination mit hoher Hebelwirkung am Markt führte dies zu einer Kettenreaktion von Liquidationen, wodurch der Rückgang besonders heftig wurde.
Wer weiter zurückblickt, sieht, dass XRP seit längerem Schwierigkeiten hat. In den letzten drei Monaten verlor der Coin etwa siebenunddreißig Prozent seines Wertes. Auf Jahresbasis liegt XRP sogar fast fünfzig Prozent niedriger. Der jüngste Einbruch kommt nun zusätzlich hinzu und setzt das technische Bild weiter unter Druck.
Laut Newsbit-Analyst Erik Juffermans gilt es jetzt, den nächsten wichtigen Unterstützungsbereich im Blick zu behalten. „Die erste Zone, die wir im Auge behalten sollten, liegt bei etwa 1,20 Dollar“, meint er. „Wenn auch dieses Niveau fällt, ist ein weiterer Rückgang in Richtung 0,70 Dollar nicht ausgeschlossen.“
Für Anleger bedeutet dies, dass die kommenden Tage entscheidend für den XRP-Kurs werden können. Vieles wird vom breiteren Marktsentiment und den Entwicklungen rund um die geopolitischen Spannungen abhängen. Solange die Unruhen anhalten und Liquidationen weitergehen, bleibt der Druck auf dem Kryptomarkt groß.
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