Die Zahl der US-amerikanischen XRP-Fonds wächst weiter. Vermögensverwalter Kurv Investment Management hat bei der SEC einen Antrag für einen neuen ETF eingereicht: den Kurv XRP Enhanced Income ETF mit dem Ticker KXRP. Das Fonds soll an der Cboe BZX Exchange gehandelt werden.
Kein Spot-ETF, sondern ein Derivatefonds
Der Kurv ETF unterscheidet sich von den bestehenden XRP Spot-ETFs. Das Fonds wird XRP nicht direkt besitzen, sondern den Preis über Derivate wie Futures, Optionen und andere Kontrakte verfolgen. Laut den eingereichten Dokumenten sollen unter normalen Umständen 80% des Vermögens in diese XRP-bezogenen Instrumente investiert werden.
Zusätzlich kann das Fonds Anleihen und andere Schuldtitel einsetzen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Der Zusatz „Enhanced Income“ im Namen deutet darauf hin, dass das Fonds nicht nur Kursgewinne anstrebt, sondern auch regelmäßige Erträge an die Anleger ausschütten möchte. Kurv arbeitet an einem ähnlichen Produkt für Ethereum (ETH).
Bestehende XRP ETFs ziehen 1,2 Milliarden Dollar an
Der Antrag erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das institutionelle Interesse an XRP stark wächst. Das erste XRP Spot-Fonds wurde im November von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Canary aufgelegt, gefolgt von vier weiteren Fonds. Gemeinsam haben sie mittlerweile etwa 1,21 Milliarden Dollar an Kapital angezogen, laut Daten von SoSoValue.
Allerdings scheint der März vorerst eine Ausnahme zu bilden. Der Monat verzeichnete einen Netto-Abfluss von etwa 26 Millionen Dollar, nach vier aufeinanderfolgenden Tagen, in denen Anleger Geld aus den Fonds abzogen. Diese Abflüsse stehen im Zusammenhang mit den geopolitischen Spannungen rund um Iran, die auf den Finanzmärkten für Unsicherheit sorgen.
Was bedeutet das für Anleger?
Für Anleger, die in XRP investieren möchten, ist es wichtig, den Unterschied zu verstehen. Spot-ETFs besitzen den Coin tatsächlich und verfolgen den Kurs direkt. Derivatefonds wie der Kurv ETF folgen dem Preis indirekt über Kontrakte. Das bietet Chancen auf zusätzliche Renditen, bringt aber auch zusätzliche Risiken mit sich, wie Abweichungen vom tatsächlichen XRP-Kurs.
Private Anleger, die XRP direkt besitzen möchten, kaufen den Coin in der Regel über eine Kryptobörse und verwahren ihn in einer eigenen Wallet.
XRP-ETFs wachsen trotz massiver Bitcoin-Abflüsse weiter
Seit der Einführung der Spot-ETFs wurde inzwischen ein Nettozufluss von insgesamt 754,78 Millionen XRP verzeichnet.
Ripple sichert sich MiCA-Lizenz in Luxemburg: XRP-Unternehmen erzielt wichtigen Europa-Erfolg
Ripple hat die vollständige MiCA-Zulassung erhalten und darf nun in allen 30 EWR-Staaten tätig sein. Dieselbe Regulierung zwang Tausende Plattformen zum Rückzug.
XRP-Kurs bis Ende Juli 2026: Das erwartet der Kryptomarkt
Auf Polymarket beziffern Händler die Wahrscheinlichkeit, dass XRP noch in diesem Monat 1,20 Dollar erreicht, auf 70 Prozent. Das sind die Chancen und die wichtigsten Marken.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
