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Das XRP-Netzwerk erhält ein bedeutendes Upgrade. Ripple und wichtige Akteure innerhalb der Community möchten die Blockchain für ernsthafte DeFi-Anwendungen vorbereiten. Aber kann das auch zu einem Anstieg des XRP-Kurses führen?
Evernorth, ein bekannter Name im XRP-Ökosystem, setzt verstärkt auf institutionelle DeFi. Das Unternehmen entwickelt ein Kreditprotokoll, das große Akteure anziehen soll und bereits als ‚XLS-66‘ im XRPL-Testnetzwerk läuft. Das Konzept: Feste Zinsverträge über sogenannte Single-Asset-Vaults anzubieten, ähnlich den Yield Vaults auf Ethereum.
Laut CEO Asheesh Birla ist dies genau das, was dem Netzwerk fehlte. „Wir denken, dass dies Milliarden an jährlichen Erträgen für die XRP-Community freisetzen kann“, erklärt er. „Es verändert die Art und Weise, wie institutionelles Geld sich on-chain bewegt.“
Mit diesem neuen Schritt will sich Ripple (XRP) als ernsthafte Alternative zu Ethereum im Bereich der Blockchain-Kreditvergabe positionieren.
Trotz der ehrgeizigen Pläne muss XRPL noch einen erheblichen Rückstand aufholen. Der Total Value Locked (TVL) im Netzwerk fiel kürzlich von 100 Millionen auf nur noch 60 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Solana verwaltet etwa 9,3 Milliarden Dollar an DeFi-Kapital und die BNB Chain etwa 6,5 Milliarden.
Zusammenarbeit mit großen Namen wie SBI und Gumi aus Japan hat bisher noch nicht zu einem echten Durchbruch geführt. Doch innerhalb der Community besteht die Hoffnung, dass das neue Kreditprotokoll dies endlich ändern könnte.
Unterdessen wächst Ripples eigene Stablecoin RLUSD bemerkenswert schnell. Die Coin überschritt kürzlich die Schwelle von einer Milliarde Dollar im Umlauf – ein seltenes Lichtblick im ansonsten trägen DeFi-Bereich von XRP.
Große XRP-Investoren, sogenannte Wale, scheinen uneins über den nächsten Schritt des Marktes zu sein. Laut dem Analyseunternehmen Santiment sind 42 Wallets mit jeweils mehr als einer Million XRP erstmals seit September wieder aktiv. Dies könnte auf ein erneutes Vertrauen bei langfristigen Anlegern hinweisen.
Zugleich verkaufen diese großen Investoren immer noch mehr, als sie zukaufen. Doch scheint der Verkaufsdruck etwas nachzulassen, wie Daten von Whale Flow zeigen.
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