Der November könnte sich für Bitcoin durchaus zu einem schwachen Monat entwickeln – und damit nicht zur erhofften Rettung für viele Anleger werden. „Die derzeitige makroökonomische Lage, mit einer US-Notenbank, die ihre Geldpolitik zwar leicht lockert, dabei aber vorsichtig bleibt, spricht für ein Szenario der Konsolidierung“, so die Analysten von Bitfinex am Dienstag.

Konsolidierung, aber keine Anstiege für Bitcoin

Vorläufig rechnen die Analysten von Bitfinex also mit einer Phase der Konsolidierung für Bitcoin. Das heißt, sie erwarten einen Seitwärtsmarkt, bevor die Volatilität wieder zunimmt und Bitcoin sich für eine Richtung entscheidet.

Bei der letzten Zinssitzung der US-Notenbank deutete Vorsitzender Jerome Powell auf eine mögliche Zinspause im Dezember hin. Das verringerte die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung für die anstehende Sitzung am 10. Dezember deutlich.

Aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bei etwas mehr als 65 Prozent für diese Sitzung. Es gibt also weiterhin Vertrauen in eine Senkung, doch dieses Vertrauen wird brüchig.

Wenn der Bitcoin-Kurs nicht bald über 116.000 US-Dollar klettert, könnten Anleger laut Bitfinex ungeduldig werden und die Hoffnung verlieren. Derzeit notiert Bitcoin noch bei 103.000 US-Dollar – der Weg bis zum Ziel von 116.000 US-Dollar ist also noch lang.

November ist für gewöhnlich ein starker Monat für Bitcoin

Auch wenn die Bilanz im November bislang enttäuscht, ist der Monat für die Digitalwährung historisch gesehen stark. Seit 2013 erzielte Bitcoin im November im Schnitt eine Rendite von 41,78 Prozent.

Einige Analysten hoffen weiterhin auf eine Wiederholung dieses Szenarios. David Weisberger etwa betont, dass die Fundamentaldaten für Bitcoin nach wie vor robust sind.

Zudem liege Bitcoin im Vergleich zu anderen Assets am unteren Ende seiner Handelsspanne. Während die US-Börse und Gold relativ gut abschneiden, hat Bitcoin vor allem ein schwieriges Jahr.

Das kann zweierlei bedeuten:

  1. Es gibt noch Potenzial für eine Serie von Anstiegen bei Bitcoin, mit denen die Kryptowährung gegenüber anderen Assets Boden gutmacht.
  2. Das Vertrauen in Bitcoin erodiert weiter und die Digitalwährung steuert langsam auf einen Bärenmarkt zu.

Auch wenn die Stimmung alles andere als glänzend ist, bleiben viele Analysten zuversichtlich. Nicht nur Dave Weisberger, auch sein Analystenkollege Carl Runefelt rechnet damit, dass sich der November bald in einen grünen Monat für Bitcoin verwandelt.

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