Es ist wieder Montag und damit kann ein neues Kalenderblatt aufgeschlagen werden. Dieses wird von vielen Investoren mit Spannung erwartet. Die amerikanische Zentralbank scheint zum dritten Mal in Folge die Zinsen zu senken. Was können wir genau erwarten und was steht noch auf der Agenda?

Powell und die Zinsen: Das bewirkte Bitcoin die letzten Male

Die bevorstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve (US-amerikanische Zentralbank) ist zweifellos das wichtigste Ereignis der kommenden Woche. Am Dienstag und Mittwoch treffen sich die Entscheidungsträger erneut.

Es ist die achte Sitzung in diesem Jahr. Bei den ersten fünf Sitzungen entschied sich die Zentralbank, die Zinsen unverändert zu lassen. Bei den letzten beiden Treffen im September und Oktober wurden die Zinsen um 25 Basispunkte (0,25 Prozentpunkte) gesenkt.

Die Erwartung ist, dass am Mittwoch die gleiche Entscheidung getroffen wird. 87,2 Prozent des amerikanischen Futures-Marktes setzen darauf. Auf der Krypto-Voraussageplattform Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit sogar auf 93 Prozent geschätzt.

Günstigeres Geld ist gute Nachrichten für Investoren. Dadurch steigt die Nachfrage nach Krediten, es wird mehr Geld in die Wirtschaft gepumpt, und es gibt somit auch mehr Kapital, das investiert werden kann.

Um 20:00 Uhr erfahren wir die Zinsentscheidung, und eine halbe Stunde später tritt Jerome Powell ans Rednerpult. Vor allem sein Ton bezüglich des abkühlenden Arbeitsmarktes und der Inflation wird spannend. Mit diesen Worten versucht der Markt bereits einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, was die Fed im Januar plant.

Bei den letzten beiden Sitzungen war es im Vorfeld eigentlich auch schon sicher, dass die Zinsen gesenkt werden würden. Der Bitcoin (BTC) Kurs stieg damals vor der Entscheidung, fiel aber, nachdem die guten Nachrichten offiziell bekannt gegeben wurden.

Neue Arbeitsmarktzahlen

Es gibt noch weitere Faktoren, die den Bitcoin-Kurs diese Woche beeinflussen können. 

Am Dienstag veröffentlicht das US-Arbeitsministerium den JOLTS-Bericht. Der wichtigste Aspekt ist die Anzahl der offenen Stellen. In den letzten Monaten wurden immer weniger Stellen gemeldet, was ein wichtiges Signal für den sich verschlechternden Arbeitsmarkt ist. 

Am Donnerstag bekommen wir dann noch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die jede Woche veröffentlicht werden. Letzte Woche waren sie deutlich höher als erwartet, was ebenfalls die Schwächen des Arbeitsmarktes aufzeigt.

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