Am 10. Oktober 2025 brach der Bitcoin (BTC) Kurs abrupt ein und es kam zu Liquidationen in Höhe von mehr als 19 Milliarden Dollar auf dem Kryptomarkt.

Obwohl häufig die Handelsstreitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und China als Grund angeführt werden, zeigen Marktdaten, dass bereits strukturelle Schwächen vorhanden waren. Wie sahen diese strukturellen Schwächen aus und können wir lernen, sie zu frühzeitig zu identifizieren?

Vorzeichen des Bitcoin-Crashs

Zwischen dem 27. September und dem 5. Oktober stieg der Bitcoin Kurs von 109.000 auf über 122.000 Dollar. Schließlich wurde sogar kurzzeitig das Niveau von 126.000 Dollar getestet. Diese rasante Bewegung führte zu einer deutlichen Verbesserung des Sentiments und animierte viele Anleger, aggressive, spekulative Positionen einzugehen.

Immer mehr Anleger spekulierten mit Fremdkapital auf weitere Kursanstiege von Bitcoin. Dank der modernen Marktstruktur von Bitcoin werden solche Positionen schneller über verschiedene Plattformen aufgebaut und während Stressphasen ebenso schnell, synchron und aggressiv abgebaut.

Wenn Spannungen die Märkte treffen, ist die Reaktion heftiger als früher. Das haben wir gesehen, denn was folgte, war ein gewaltiger Schlag. Einige Analysten behaupten, dass sich Bitcoin noch immer nicht von diesem Moment erholt hat und dass hier eigentlich der Grundstein für die Kursrückgänge gelegt wurde, die wir bis heute gesehen haben.

Gewinnmitnahmen begannen bereits im September

Auf der Blockchain ist ersichtlich, dass Anleger bereits im September begannen, Gewinne aus ihren Bitcoin-Positionen zu realisieren. Frühe Investoren realisierten im Hintergrund Gewinne an Bitcoin, während sich der Kurs noch in Richtung eines Rekordhochs bewegte.

Gleichzeitig beobachteten wir einen Rückgang der Kursdynamik von Bitcoin im Chart. Während der Kurs von Bitcoin weiter leicht anstieg, stellten wir fest, dass der Relative Strength Index (RSI), ein wichtiger Indikator für die Dynamik, Schwierigkeiten hatte, höhere Niveaus zu erreichen.

Die Preisdynamik nahm bis zum Crash am 10. Oktober ab. Quelle: BeInCrypto

Das signalisierte bereits Anfang Oktober eine schwächere Nachfrage nach Bitcoin. Anfang Oktober wurden die Kursanstiege hauptsächlich von Spekulanten getragen, die mit geliehenem Geld in den Markt gingen, und weniger von organischen Käufern.

Schließlich wurden am 10. Oktober die Zölle von Trump gegenüber China in Kraft gesetzt, und der Bitcoin-Kurs brach ein. Man kann also sagen, dass dieser Kursrückgang durch die Zölle ausgelöst wurde, aber dass er wahrscheinlich aufgrund der schwachen Marktstruktur so drastisch ausfiel.

Jede Form von schlechten Nachrichten hätte damals diesen Kursrückgang verursachen können. In diesem Fall waren es die Zölle, genauso gut hätten es aber auch schlechte makroökonomische Wirtschaftsdaten sein können.

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