Der Bitcoin-Kurs befindet sich im Aufwind, während ein entscheidender Moment bevorsteht. Diese Woche steht im Zeichen der amerikanischen Arbeitsmarktdaten, und die heutigen Daten bilden den absoluten Höhepunkt. Die Zahlen um 14:30 Uhr könnten die Zinspolitik der amerikanischen Zentralbank für die kommenden Monate bestimmen und damit auch den Bitcoin-Kurs.

Volatile Woche für Bitcoin

Bis jetzt war es eine volatile Woche für Bitcoin. Nach einer relativ langen Phase von Kursrückgängen schienen die Bullen zu Beginn der Woche wieder etwas Energie zu bekommen, doch kurz darauf wurde der Kurs erneut unter 110.000 Dollar gedrückt.

Inzwischen scheint es erneut zu einer Erholung zu kommen, und Bitcoin greift den Kurs von 113.000 Dollar an.

Ein möglicher Grund dafür ist, dass wir diese Woche bereits eine etwas kühlere Arbeitsmarktlage gesehen haben. Infolgedessen ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die amerikanische Zentralbank im September auf praktisch 100 Prozent gestiegen.

Für den Rest des Jahres rechnet der Markt nun mit mindestens zwei Zinssenkungen. Wenn die Arbeitsmarktdaten von heute Nachmittag erneut schwach sind, dann könnte das ein Szenario mit drei Zinssenkungen im Rest von 2025 wahrscheinlich machen.

Fortsetzung der Bullenmarkt bleibt das Hauptszenario für Bitcoin

Trotz der schwachen Arbeitsmarktdaten bleibt eine Fortsetzung des Bullenmarktes derzeit das wahrscheinlichste Szenario für Bitcoin. Grundsätzlich ist der Trend noch immer aufwärts und, noch wichtiger, die amerikanische Wirtschaft sieht weiterhin gesund aus:

  • Das Wirtschaftswachstum liegt bei rund 3 Prozent
  • Die Trump-Regierung möchte die Wirtschaft stark ankurbeln und die amerikanische Zentralbank nach ihrem Willen formen
  • Die Wirtschaftsdaten haben kürzlich vor allem positiv überrascht
  • Der reale Konsum war letzte Woche besser als erwartet
  • Die relativen Finanzierungskosten für Unternehmen liegen auf dem niedrigsten Punkt dieses Zyklus (Credit Spreads)
  • Die Volatilität und erwartete Volatilität sind extrem niedrig

Insgesamt ist es daher unwahrscheinlich, dass wir uns am Ende dieses Wirtschaftszyklus befinden. Es scheint eher so, als ob die amerikanische Wirtschaft in eine neue Phase der Beschleunigung eintritt.

Eine Woche schlechter Arbeitsmarktdaten wird daran nicht sofort etwas ändern. Es könnte jedoch sein, dass der Markt heute Nachmittag erschrickt, wenn die Zahlen viel schlechter sind als erwartet.

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