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Die US-Regierung hat mehr als ein Dutzend Parteien sanktioniert, die mit dem Ölhandelsnetzwerk von Hossein Shamkhani, einem einflussreichen iranischen Geschäftsmann, verbunden sind. Das Finanzministerium verkündete die Maßnahmen am Mittwoch.

Die Sanktionen sind Teil des anhaltenden Drucks auf Teheran, obwohl Gespräche über Friedensverhandlungen und eine Verlängerung des Waffenstillstands im Gange sind.

Familie hinter Schattenflotte

Hossein Shamkhani ist der Sohn des verstorbenen Ali Shamkhani, eines hochrangigen iranischen Sicherheitsbeamten. Die Familie betreibt ein umfangreiches Schifffahrtsnetz, das seit Wochen im Fokus steht. Trotz des Krieges und der US-Blockade transportiert ihre Schattenflotte weiterhin Fracht durch die Straße von Hormus.

Die USA sanktionierten Shamkhani und Teile seines Netzwerks bereits im Juli letzten Jahres. Im März folgten zwei zivile Beschlagnahmen durch das Justizministerium. Die neuen Sanktionen weiten dies auf Personen, Unternehmen und Schiffe aus, die bisher nicht auf der Liste standen.

Öl für venezolanisches Gold

Die USA sanktionierten auch einen weiteren Iraner, Seyed Naiemaei Badroddin Moosavi, sowie drei mit ihm verbundene Unternehmen. Laut Finanzministerium waren sie in ein Geldwäscheprogramm verwickelt, bei dem iranisches Öl gegen venezolanisches Gold unter dem Maduro-Regime verkauft wurde.

Diese Konstruktion zeigt, wie kreativ Iran und seine Verbündeten im Umgehen westlicher Sanktionen werden. Gold, Kryptowährungen, Stablecoins und Mittelsmänner in Drittländern werden genutzt, um den Handel außerhalb des Dollarsystems aufrechtzuerhalten.

Ausnahmeregelung läuft dieses Wochenende aus

Mit den neuen Sanktionen setzt die USA erneut auf eine harte Linie, nach einer kurzen Phase der Lockerung. Letzten Monat erhielt ein Teil von Shamkhanis Schattenflotte noch vorübergehend die Möglichkeit, bestehende Ölladungen auszuliefern, um den Druck auf die globalen Ölpreise zu verringern.

Laut Bloomberg hat das Netzwerk davon erheblich profitiert. Diese Spielräume verschwinden nun. Das Finanzministerium bestätigte am Dienstag, dass die temporäre Ausnahmeregelung an diesem Wochenende endgültig endet. Eine vergleichbare Regelung für russisches Öl wurde zuvor bereits eingestellt.

Druck bleibt hoch trotz Gesprächen

Finanzminister Scott Bessent erklärte, die USA schreiten mit einer Strategie voran, die er „Economic Fury“ nennt. Finanzinstitute erhalten dabei eine klare Warnung: Washington setzt alle Mittel ein, inklusive sekundärer Sanktionen, gegen Parteien, die iranische Aktivitäten weiterhin unterstützen.

Das Timing ist bemerkenswert. Die USA und Iran erwägen derzeit eine Verlängerung des Waffenstillstands um zwei Wochen. Gleichzeitig sind nächste Woche neue Verhandlungen in Pakistan geplant. Unterdessen bleibt die Straße von Hormus für verschiedene Schiffsarten teilweise gesperrt.

Die Botschaft aus Washington ist eindeutig. Diplomatie und Druck gehen Hand in Hand. Am Verhandlungstisch wird über Frieden gesprochen, während draußen die wirtschaftlichen Zügel weiter angezogen werden.

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