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In den USA weht in Sachen Kryptoregulierung ein frischer Wind. Unter der Führung von Donald Trump verlagert sich der Fokus zunehmend auf Klarheit, Innovation und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Vereinigten Staaten. Jetzt macht die Regierung erneut einen großen Schritt mit einem lange erwarteten Durchbruch bei der steuerlichen Behandlung von Staking.
Die US-Steuerbehörde (IRS) hat neue Leitlinien erlassen, die es regulierten Krypto-Exchange-Traded Funds (ETFs) ermöglichen, Erträge aus dem Staking mit ihren Kunden zu teilen. Damit gibt es endlich steuerliche Klarheit über ein Thema, das in der Branche jahrelang für Unsicherheit gesorgt hat.
Staking bedeutet, dass man seine Krypto-Assets sperrt, um ein Blockchain-Netzwerk zu sichern. Die Tokens dienen als Pfand für die Validierung von Transaktionen. Im Gegenzug erhält man Belohnungen in Form zusätzlicher Coins. Das funktioniert nur bei Netzwerken, die mit einem Proof-of-Stake (PoS)-System arbeiten, etwa Ethereum (ETH) und Solana (SOL).
Die wichtigste Neuerung ist die Einführung einer sogenannten Safe-Harbor-Regelung. Sie stellt sicher, dass Fonds und Trusts ihre digitalen Vermögenswerte einsetzen (staken) dürfen, ohne dass ihr besonderer Steuerstatus in den USA gefährdet wird.
Zuvor herrschte erhebliche rechtliche Unsicherheit darüber, ob das Teilen von Staking-Erträgen mit Anlegern zur Umklassifizierung eines Fonds führen würde – mit entsprechenden steuerlichen Nachteilen.
Noch vor nicht einmal zwei Jahren bezeichnete der Vorsitzende der Securities and Exchange Commission (SEC), Gary Gensler, Tokens aus Proof-of-Stake-Netzwerken als potenzielle Wertpapiere – mit all der damit verbundenen rechtlichen Unsicherheit.
Nun, keine zwei Jahre später, sorgt der US-Finanzminister Scott Bessent für steuerliche Klarheit beim Staking in Krypto-Fonds. „Wir sind so weit gekommen“, schreibt ETF-Experte Nate Geraci auf der Social-Media-Plattform X.
Inzwischen gibt es mehrere börsengehandelte Fonds, die Staking anbieten. Grayscale, einer der größten Anbieter von Krypto-Investmentprodukten, fügte im Juni seinem Ethereum Trust (ETHE) Staking-Funktionen hinzu – später auch seinem Solana Trust (GSOL). Letzterer bietet beim Solana-Staking eine Rendite von über 7 Prozent. Auch der Bitwise Solana Staking ETF (BSOL) verschafft Anteilseignern eine zusätzliche Einnahmequelle.
Die beiden Solana-Fonds entwickeln sich seit ihrem Start Ende Oktober übrigens auffallend gut. In den vergangenen zehn Handelstagen verzeichneten sie ausschließlich Nettozuflüsse. Insgesamt sind inzwischen 343 Millionen Dollar in diese Produkte geflossen, wie Daten von Farside Investors zeigen.
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