Die Finanzmärkte drehten am Dienstag erneut nach unten. Der S&P 500 gab nach, die Kryptowerte rutschten mit, während der Brent-Ölpreis auf über 104 Dollar stieg.
Der Umschwung ist auf zunehmende geopolitische Spannungen zurückzuführen. Die Vereinigten Staaten entsenden rund 3.000 Soldaten der 82nd Airborne Division in den Nahen Osten, während Golfstaaten erwägen, sich dem Konflikt mit dem Iran anzuschließen. Die Erleichterung vom Vortag ist damit vollständig verflogen.
82nd Airborne unterwegs, keine Waffenruhe in Sicht
Die USA erhöhen den Druck weiter. Laut The Wall Street Journal entsendet das Pentagon etwa 3.000 Soldaten der Eliteeinheit 82nd Airborne Division in den Nahen Osten. Gleichzeitig prüft das Weiße Haus, wie es die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus durchbrechen kann. Das deutet eher auf Eskalation als auf Entspannung hin.
Gleichzeitig gibt es vorsichtigen Optimismus über mögliche Verhandlungen. Amerikanische Beamte sprechen von einem zunehmenden Schwung in Richtung Gespräche. Am 25. Tag des Konflikts fehlt jedoch jedes konkrete Signal, dass der Iran kooperieren will.
Im Gegenteil: Teheran hat begonnen, Transitgebühren für Schiffe in der Straße von Hormus zu erheben. Damit unterstreicht das Land seine Kontrolle über eine der wichtigsten Ölrouten der Welt.
Golfstaaten erwägen Eingriff
Die Spannungen drohen weiter zu eskalieren. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate erwägen, sich dem Konflikt anzuschließen, vor allem, wenn der Iran ihre lebenswichtige Infrastruktur angreift.
Damit steht mehr auf dem Spiel als nur der aktuelle Konflikt. Eine direkte Beteiligung dieser Länder könnte den Konflikt zu einem umfassenden regionalen Krieg ausweiten, mit großen und unvorhersehbaren Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte.
Private Credit Markt unter Druck
Nicht nur die Geopolitik sorgt für Unruhe. Auch in der Finanzbranche häufen sich die Anzeichen von Stress. Zwei große Akteure im Private-Credit-Markt, Ares Management und Apollo Global Management, haben die Auszahlungen an Investoren eingeschränkt. In einigen Fällen erhielten Investoren weniger als die Hälfte ihres Geldes zurück.
Das deutet auf zunehmende Spannungen in einem mittlerweile rund 1,8 Billionen Dollar schweren Markt hin. Sobald Akteure Auszahlungen bremsen müssen, ist das oft ein Hinweis darauf, dass die Liquidität unter Druck steht und Risiken schnell zunehmen können.
Was bedeutet das für Bitcoin?
Für Bitcoin (BTC) und den breiteren Kryptomarkt ist die Lage eindeutig. Solange die Straße von Hormus geschlossen bleibt, der Ölpreis über 100 Dollar liegt und Truppen in den Nahen Osten entsandt werden, bleibt der Druck auf risikoreiche Anlagen hoch.
Die Fünf-Minuten-Rally von gestern zeigte, dass der Markt verzweifelt nach positiven Nachrichten sucht. Doch sie bewies auch, wie schnell diese Hoffnung verfliegen kann, wenn die Realität wieder zuschlägt.
Düsteres Signal für Nvidia – oder halb so wild?
Ist das der Hinweis auf das Ende des KI-Bullenmarkts und einen schweren Einbruch bei Nvidia? Oder ist die Lage weniger dramatisch? Das solltest du wissen.
Heute um 14.30 Uhr: Wichtige Inflationsdaten für S&P 500 und Nasdaq
Die Wall-Street-Futures notieren vor den wichtigen Inflationsdaten leicht im Plus, während koreanische Chipwerte deutlich zulegen.
CoreWeave-Aktie legt nach starken Quartalszahlen um 15 Prozent zu
CoreWeave gewinnt nach starken Quartalszahlen 15 Prozent. Der Umsatz verdoppelt sich, die Prognosen steigen und der Auftragsbestand erreicht 104 Milliarden Dollar.
Meist gelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
