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Die US-Regierung integriert die Kryptobranche weiter in das etablierte Finanzsystem. Das US-Finanzministerium hat ein neues Programm gestartet, das berechtigten Kryptounternehmen kostenlosen Zugang zu Echtzeitinformationen über Cyberangriffe bietet.
Dies ist bemerkenswert, da solche Sicherheitsinformationen bisher vor allem traditionellen Banken und großen Finanzinstituten an der Wall Street zur Verfügung standen.
Der Anlass ist offensichtlich: 2025 war ein Katastrophenjahr für die Sicherheit von Kryptoplattformen. Laut den vorliegenden Informationen verloren Unternehmen der Branche im vergangenen Jahr etwa 3,4 Milliarden Dollar durch Hackerangriffe.
Davon entfallen allein 2,02 Milliarden Dollar auf staatlich unterstützte Hacker aus Nordkorea. Das zeigt auch, warum Washington dieses Thema ernster angeht.
Die Argumentation der Regierung ist einfach:
Über das neue Programm des Office of Cybersecurity and Critical Infrastructure Protection erhalten teilnehmende Digital-Asset-Unternehmen Zugang zu denselben Bedrohungsinformationen, die traditionelle Finanzinstitute schon länger bekommen.
Es handelt sich um aktuelle Warnungen und verwertbare Informationen über Cyberbedrohungen, damit Unternehmen:
Das klingt technisch, hat aber eine große Bedeutung: Krypto wird damit weniger als isolierter Bereich behandelt und mehr als Teil der breiteren Finanzinfrastruktur.
Die Initiative steht nicht allein da. In den vorliegenden Informationen wird sie auch mit dem GENIUS Act in Verbindung gebracht, der im Juli 2025 unterzeichnet wurde. Dieses Gesetz spielt eine wichtige Rolle dabei, wie die Vereinigten Staaten Stablecoins und andere Teile der Kryptobranche regulieren und sichern wollen.
Hinzu kommt, dass die FDIC am 7. April einen separaten Rahmen für die Umsetzung dieses Gesetzes genehmigte, der auch Anforderungen zur Cybersicherheit für Stablecoin-Emittenten enthält.
Das bedeutet, dass jetzt zwei Entwicklungen gleichzeitig sichtbar sind:
Für Kryptounternehmen sind dies in praktischer Hinsicht gute Nachrichten. Der kostenlose Zugang zu hochwertigen Bedrohungsinformationen kann helfen, Hacks zu verhindern und schneller auf Angriffe zu reagieren.
Aber es bedeutet auch etwas Größeres. Die US-Regierung zeigt damit, dass sie Krypto nicht mehr nur als risikobehaftete Nischenbranche sieht, sondern als ernstzunehmenden Teil der Finanzinfrastruktur, der aktiv geschützt und reguliert werden muss.
Die neue Maßnahme des US-Finanzministeriums ist also sowohl eine Sicherheitsmaßnahme als auch ein politisches Signal. Kryptounternehmen erhalten jetzt kostenlosen Zugang zu denselben Cyberinformationen wie traditionelle Banken, gerade weil die Bedrohung zu groß geworden ist, um ignoriert zu werden.
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