Der US-Aktienmarkt scheint an einem Punkt angelangt zu sein, an dem sich Anleger zunehmend unwohl fühlen. Die Bewertungen großer börsennotierter Unternehmen, gemessen an fundamentalen Kennzahlen wie Gewinn und Umsatz, erreichen Niveaus, die an den Höhepunkt der Dotcom-Blase erinnern. Doch was bedeutet das für den Markt?
Anleger werden nervös
Mehrere aktuelle Umfragen unter institutionellen Anlegern zeigen, dass die Sorgen über überhöhte Bewertungen zunehmen. Laut dem S&P Global Investment Manager Index ist die Risikobereitschaft im Februar auf einen der niedrigsten Werte seit Beginn der Messung im Jahr 2020 gefallen. Auch die monatliche Umfrage von Bank of America unter Fondsmanagern zeichnet ein ähnliches Bild: 89 % der Befragten halten US-Aktien für überbewertet – der höchste Wert seit April 2001.
Auch Privatanleger werden zunehmend zurückhaltend. Eine Umfrage der American Association of Individual Investors zeigt, dass 47 % der Befragten erwarten, dass der Aktienmarkt in den nächsten sechs Monaten fallen wird – ein Pessimismus, wie wir ihn seit Ende 2023 nicht mehr gesehen haben.
Hoch bewertet, aber nicht ohne Grund
Die Sorgen über die hohen Bewertungen sind nicht unbegründet. Das zyklisch bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis (CAPE), entwickelt von Nobelpreisträger Robert Shiller, lag kürzlich bei 38,5 – ein Niveau, das seit der Dotcom-Blase kaum noch erreicht wurde.

Zudem ist das Forward Price-to-Sales Ratio des S&P 500 mit 3,03 auf einem Stand, den wir zuletzt im Jahr 2000 gesehen haben. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwarteten Gewinne liegt mit 22 über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 19.
Dennoch betonen einige Analysten, dass hohe Bewertungen allein keine Garantie für einen Markteinbruch sind. Viele Unternehmen stehen fundamental gut da, mit starken Gewinnmargen und Umsatzwachstum. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen, dass Unternehmen ihre Ergebnisse stabil halten können.
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