Die US-Aktienfutures fielen am Dienstag im asiatischen Handel, nachdem die 10%igen Einfuhrzölle von Präsident Donald Trump gegen China in Kraft traten. Gleichzeitig kündigte Peking eine Reihe von Gegenmaßnahmen an.
Der Handelskrieg eskaliert
Trumps 10%iger Einfuhrzoll auf chinesische Waren trat am Dienstag um 00:00 ET (05:00 GMT) in Kraft, ohne dass das Weiße Haus Ankündigungen über mögliche Erleichterungen machte.
China reagierte scheinbar mit Einfuhrzöllen auf einige amerikanische Produkte und kündigte Exportbeschränkungen für Materialien an, die mit Wolfram in Verbindung stehen, berichtete Bloomberg. Darüber hinaus wurde ein Kartellverfahren gegen Google eingeleitet und die Bekleidungsfirma PVH Corp sowie das Biotechnologieunternehmen Illumina wurden auf eine Liste der „unzuverlässigen Unternehmen“ gesetzt.
Diese Gegenmaßnahmen deuten auf den Beginn eines neuen Handelskrieges zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt hin, wobei Investoren sich auf eine weitere Eskalation vorbereiten, angesichts von Trumps harter Haltung gegenüber Peking.
Die Futures für den S&P 500 fielen um 0,3% auf 6.001,50 Punkte, während die Futures für den Nasdaq 100 um 0,5% auf 21.291,25 Punkte fielen. Auch die Dow-Jones-Futures fielen um 0,3% auf 44.436,0 Punkte.
Trump verschiebt vorübergehend Zölle für Mexiko und Kanada, aber keine Aufschub für China
Trump verschob am Montag die vorgeschlagenen 25%igen Einfuhrzölle für Kanada und Mexiko um 30 Tage. Für China gab es jedoch keinen Aufschub, und er wird später in dieser Woche ein Gespräch mit Präsident Xi Jinping führen.
China ist der drittgrößte Handelspartner der USA, nach Mexiko und Kanada. Jede Gegenmaßnahme Pekings könnte den Welthandel weiter destabilisieren. Analysten und Funktionäre der Federal Reserve haben gewarnt, dass die Erhöhung der US-Zölle, die von amerikanischen Importeuren getragen wird, voraussichtlich zu höherer Inflation und langsamerem Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten führen wird, was sich negativ auf das Marksentiment auswirkt.
Die Federal Reserve könnte in Erwägung ziehen, zukünftige Zinssenkungen neu zu überdenken, da die mit den Zöllen verbundene Inflation anhält und die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik von Trump weiterhin besteht. Die steigende Inflation stellt ein Risiko für den amerikanischen Verbraucher dar, der bereits mit höheren Lebenshaltungskosten zu kämpfen hat.
Handelskrieg zwischen den USA und China bedroht Technologie und Apple
Tim Cook, CEO von Apple, hat großes Interesse am Ausgang dieses Handelskrieges, da sein Unternehmen eng mit China für die Produktion vieler Apple-Produkte verbunden ist. Es ist noch unklar, ob Trumps harte Haltung gegenüber Peking Auswirkungen auf den breiteren Technologiesektor haben wird, der bereits mit Problemen wie Chipmangel und der Suche nach alternativen Produktionszentren außerhalb Chinas zu kämpfen hat.
Investoren und Analysten verfolgen die Situation weiterhin genau, mit der Erwartung, dass die Spannungen zwischen den USA und China möglicherweise weiter eskalieren, was zu einer Störung des globalen Wirtschaftswachstums führen könnte.
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