Die Importzölle von US-Präsident Donald Trump führen zu schnell steigenden Kosten bei mittelständischen Unternehmen in den Vereinigten Staaten.
Neue Daten zeigen, dass die Belastungen für diese Unternehmen im vergangenen Jahr stark gestiegen sind, was die Diskussion über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Handelspolitik weiter anheizt. Trump rühmt sich großartiger Ergebnisse, aber diese Realität trifft nicht auf ganz Amerika zu.
Geringe Verhandlungsmacht verstärkt die Auswirkungen
Laut Untersuchungen des JPMorgan Chase Institute haben sich die gezahlten Importzölle von sogenannten Mid-Market-Unternehmen innerhalb eines Jahres verdreifacht. Einige Firmen zahlten sogar mehr als dreimal so viel an Zöllen wie vor den Wahlen. Das unterstreicht, wie stark die Kosten des internationalen Handels gestiegen sind.

Vor allem mittlere Unternehmen sind betroffen, da sie weniger Skaleneffekte und Verhandlungsmacht haben als große multinationale Konzerne. Sie können ihre Lieferketten weniger leicht verlagern oder Preiserhöhungen an Kunden weitergeben. Dennoch kauften viele dieser Unternehmen auch 2025 weiterhin ausländische Waren ein, trotz der deutlich höheren Einfuhrzölle.
Gleichzeitig bringen die Zölle der US-Regierung zusätzliche Einnahmen. Allein im Januar flossen rund 30 Milliarden Dollar an Zöllen in die Kassen, während der Betrag seit Beginn des Haushaltsjahres auf etwa 124 Milliarden Dollar anstieg, mehr als dreimal so viel wie ein Jahr zuvor.
Kosten belasten Unternehmen und Verbraucher
Immer mehr Studien deuten darauf hin, dass die wirtschaftlichen Schmerzen größtenteils bei US-Unternehmen und Verbrauchern landen. Eine Untersuchung der New York Federal Reserve ergab, dass etwa neunzig Prozent der Kosten der Zölle letztlich von inländischen Akteuren getragen werden, statt von ausländischen Produzenten.
Das nährt politische Kritik. Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Wähler höhere Zölle ablehnt und befürchtet, dass Alltagsprodukte teurer werden. Die Sorgen über die Lebenshaltungskosten stellen somit ein erhebliches Risiko für Trumps wirtschaftliche Agenda in Richtung der Zwischenwahlen dar.

Weißes Haus verweist auf Wachstum und nachlassende Inflation
Die Regierung behauptet jedoch, dass die US-Wirtschaft trotz der Zölle widerstandsfähig bleibt. Die Inflation habe in den vergangenen Monaten nachgelassen und das Wirtschaftswachstum überrascht positiv. Laut dem Weißen Haus zeigen diese Zahlen, dass die negativen Effekte der Handelspolitik übertrieben werden.
Darüber hinaus argumentiert die Regierung, dass Zölle langfristig sogar vorteilhaft seien, da sie die Produktion in die Vereinigten Staaten zurückholen, Löhne anheben und die Abhängigkeit von ausländischen Importen verringern könnten. Einige Unternehmen scheinen tatsächlich ihre Abhängigkeit von China zu reduzieren.
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