Die politischen Kräfte rund um Donald Trump baut in rasantem Tempo einen enormen Wahlkampf-Fonds für die US-Zwischenwahlen im November auf. Laut der Financial Times hat Maga Inc, die wichtigste politische Geldmaschine hinter Trump, inzwischen fast 350 Millionen Dollar gesammelt, um die republikanische Kontrolle über den Kongress zu verteidigen.
Das ist beachtlich, da es sich laut FT um eine in dieser Größenordnung beispiellose Summe für ein Super Pac handelt, das einen amtierenden Präsidenten in einem Jahr ohne Präsidentschaftswahlen unterstützt.
Große Namen aus Tech, Krypto und Wirtschaft greifen tief in die Taschen
Die neuesten Zahlen zeigen, dass Maga Inc allein im März über 35 Millionen Dollar einnahm. Der Großteil davon stammte aus einer einzigen Spende von 25 Millionen Dollar der Unternehmerin Diane Hendricks. Zudem spendeten die Tech-Investoren Marc Andreessen und Ben Horowitz zusammen weitere 6 Millionen Dollar.
Laut Financial Times kommt das zu den Hunderten von Millionen hinzu, die bereits aus Kreisen der Energie-, Finanz-, Technologie- und Kryptoindustrie gesammelt wurden. Das ist wichtig, weil es zeigt, dass sich große, finanzstarke Sektoren immer deutlicher im Hinblick auf die Wahlen im November positionieren.
Republikaner liegen finanziell deutlich vor den Demokraten
Laut dem FT-Bericht ist die Kasse von Maga Inc mittlerweile fast dreimal so groß wie die der republikanischen Apparats selbst. Auch sei die finanzielle Schlagkraft der Gruppe vergleichbar mit der mehrerer großer republikanischer Wahlkampforganisationen zusammen.
Die demokratische Seite liegt in diesem Spendenwettlauf laut der Zeitung deutlich zurück. Die Demokratische Partei und verbundene Gruppen sollen etwa die Hälfte dessen haben, was das republikanische Pendant derzeit insgesamt zur Verfügung hat.
Bemerkenswert: Zwar viel Geld, bisher aber wenig Ausgaben
Interessant ist, dass Maga Inc. trotz dieser enormen Wahlkampfkasse bisher relativ wenig ausgegeben hat. Laut der FT beschränkten sich die Ausgaben im März auf einen geringen Betrag zur Unterstützung eines Kandidaten für das Repräsentantenhaus.
Das deutet darauf hin, dass die Gruppe vorerst vor allem ihre Reserven aufstocken will, um später im Wahlkampf viel stärker auftrumpfen zu können.
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