Das Unternehmen Bitcoin-Unternehmen Strategy steht vor einer entscheidenden Phase. Die sogenannte mNAV-Prämie, die Börsenbewertung im Vergleich zum Wert der Bitcoin in der Bilanz, ist nahezu verschwunden. Damit entfällt ein wichtiges Instrument, das das Unternehmen in den letzten Jahren genutzt hat, um zusätzliches Kapital zu beschaffen.
Vom Hebel zum Ertrag
Strategy war lange Zeit an der Börse mehr wert als der eigentliche Wert seiner Bitcoin-Bestände. Diese Prämie ermöglichte es, relativ günstig neue Aktien und Schulden zu emittieren, um damit weitere Bitcoin zu kaufen. Da diese Prämie nun auf etwa eins gefallen ist, gerät dieses Modell unter Druck.
Strategy besitzt derzeit fast 674.000 Bitcoin mit einem geschätzten Wert von über 63 Milliarden Dollar. Dennoch liegt die Marktkapitalisierung des Unternehmens kaum darüber. Das bedeutet, dass neue Kapitalrunden nicht mehr automatisch zu mehr Bitcoin pro Aktie führen.

Das Unternehmen versucht sich daher anders aufzustellen. Anstatt eines reinen Hebels auf Bitcoin-Kurssteigerungen, verlagert sich der Fokus auf Erträge. Durch Vorzugsaktien mit variabler Verzinsung, darunter eine neue Emission mit einer jährlichen Dividende von etwa elf Prozent, versucht Strategy Einkommenssuchende Anleger anzusprechen.
Laut Befürwortern wandelt sich Strategy dadurch zu einer Art Bitcoin-gestützten Einkommensstruktur. Auch bei einem stabilen Bitcoin-Kurs sollte das Unternehmen in der Lage sein, Dividendenverpflichtungen zu erfüllen, sofern die Finanzierungsstruktur intakt bleibt.
Hohe Buchverluste belasten Vertrauen
Gleichzeitig zeigen die Zahlen, wie fragil das Modell geworden ist. Im letzten Quartalsbericht meldete Strategy einen buchhalterischen Verlust von über 17 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2025, vor allem durch den Rückgang des Bitcoin-Kurses.
Obwohl diese Verluste größtenteils buchhalterischer Natur und auf Bilanzierungsregeln zurückzuführen sind, beeinflussen sie das Bild der Anleger. Die Aktien von Strategy haben Bitcoin inzwischen über mehrere Zeiträume hinweg nicht mehr übertroffen, was jahrelang der Kern der Anlagestrategie war.
Kapitalmarkt stellt kritische Fragen
Da die Bewertungsprämie verschwunden ist, wird jede neue Kapitalschöpfung kritisch betrachtet. Die Ausgabe zusätzlicher Aktien könnte für bestehende Aktionäre Verwässerung bedeuten, ohne dass dem direkt mehr Bitcoin pro Aktie gegenübersteht.
Die zentrale Frage für 2026 ist daher, ob der Kapitalmarkt bereit bleibt, diese Bitcoin-Strategie ohne spekulative Prämie zu finanzieren. Für Strategy und ähnliche Konstruktionen wird das kommende Jahr damit ein Test für die Tragfähigkeit von Bitcoin-basierten Unternehmensfinanzierungen in einem reiferen Markt.
Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs fällt unter 79.000 Dollar, Öl belastet die Stimmung
Der Bitcoin-Kurs verlor in den vergangenen 24 Stunden mehr als 1 Prozent, während Gold, Silber und KI-Aktien zulegen. Auch Öl zieht wieder an.
Krypto-Marktbericht: Bitcoin fällt um 2 Prozent, Warnsignale nehmen zu
Bitcoin gibt nach, und mehrere Faktoren sprechen für einen möglichen stärkeren Rückgang. So stehen Bitcoin und andere Coins derzeit da.
Bitcoin durch nichts gedeckt? Peter Schiff befeuert alte Debatte
Peter Schiff meint, der Energieverbrauch des Bitcoin-Netzwerks schaffe keinerlei Deckung. Warum Befürworter das völlig anders sehen.
Meistgelesen
Kryptoexperte erklärt, warum 1.000 XRP genügen könnten
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Analyst: XRP könnte die größte verpasste Chance unseres Lebens werden
Nach Einschätzung eines Krypto-Investors könnte XRP zur größten verpassten Chance unseres Lebens werden. Deshalb sind die Erwartungen so hoch.
Nvidia erwartet Robotikmarkt von 50 Billionen Dollar: Fünf Aktien im Blick
Jensen Huang sieht rund um physische KI und humanoide Roboter einen riesigen Markt entstehen. Diese fünf Unternehmen könnten davon profitieren.
