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Michael Saylor, Gründer und Geschäftsführer des börsennotierten Strategy, hat am Sonntag auf einen neuen Bitcoin (BTC)-Kauf hingedeutet. In einem Beitrag auf X teilte er ein Diagramm des Bitcoin-Kurses mit allen Käufen seines Unternehmens, dazu der aussagekräftige Text: „Orange ist meine Lieblingsfarbe.“ Damit scheint er zu suggerieren, dass sein Unternehmen auch diese Woche wieder Bitcoin kaufen wird.
Es wäre die achte aufeinanderfolgende Woche, in der Strategy neue Bitcoins zu seiner Bilanz hinzufügt. Der jüngste Kauf datiert vom 26. Mai, als das Unternehmen 4.020 BTC für etwa 427 Millionen Dollar kaufte. Damit besitzt Strategy nun 580.250 Bitcoin — gut für einen geschätzten Marktwert von über 61 Milliarden Dollar.
Laut Bitcoin Treasuries ist Strategy damit der größte geschäftliche Bitcoin-Inhaber weltweit. Der durchschnittliche Kaufpreis beträgt 69.979 Dollar, während der aktuelle Kurs bei etwa 105.244 Dollar liegt. Das bedeutet, dass das Unternehmen auf dem Papier bereits mehr als 20 Milliarden Dollar Gewinn gemacht hat, wie aus Daten von SaylorTracker hervorgeht.
Einige Analysten weisen auf den Einfluss von Strategy auf den Markt hin. Laut Ki Young Ju von CryptoQuant sorgt die konstante institutionelle Nachfrage für strukturelle Veränderungen im Angebot. Sygnum Bank meint, dass diese Kaufwelle einen Supply-Schock verursachen könnte, was den Preis weiter in die Höhe treibt.
Gleichzeitig wächst die Zahl der Kritiker, die Zweifel an der Transparenz von Strategy äußern. Verschiedene Nutzer auf X fragen, warum das Unternehmen keinen Nachweis der Reserven liefert. Ein Nutzer schrieb: „Kein Proof-of-Reserves ist deine Version von glaub mir einfach“.
Das bekannte Blockchain-Unternehmen Arkham hat die Bitcoin-Adresse von Strategy bestätigt. Die Wallet enthält 454.231 BTC und repräsentiert damit 87,5 Prozent der gesamten Holdings des Unternehmens. Trotz dieser Transparenz auf Blockchain-Ebene bleibt die Diskussion über das Ausbleiben einer formellen Prüfung oder eines Proof-of-Reserves bestehen.
Saylor meint, dass Proof-of-Reserve-Audits für große Unternehmen riskant sind. Seiner Meinung nach können öffentliche Wallets Unternehmen anfällig für unerwünschte Aufmerksamkeit oder sogar Angriffe machen. Er nennt dies einen der Gründe, warum viele Institutionen ihre Geschäftsprozesse noch nicht vollständig auf die Blockchain umgestellt haben.
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