Letzte Woche wurden separate Klagen gegen die Kryptobörsen Binance und Coinbase eingereicht, in denen die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) das SOL-Token als Wertpapier eingestuft hat.
Solana Foundation widerspricht der SEC-Klassifizierung
Die Solana Foundation betont erstmals auf Twitter, dass die SEC das Solana-Token als Wertpapier eingestuft hat.
Gemäß der Erklärung vom 10. Juni ist die Solana Foundation jedoch nicht einverstanden mit der Klassifizierung von SOL als Form eines Wertpapiers. Sie begrüßt jedoch das Engagement der Politiker, um rechtliche Klarheit im digitalen Asset-Bereich zu erlangen.
Die nativen und Utility-Token von Solana wurden im März 2020 öffentlich eingeführt. SOL-Inhaber validieren Transaktionen über den zugehörigen Konsensmechanismus, können Belohnungen erhalten, Transaktionsgebühren zahlen und an der Governance teilnehmen.
Diese Klassifizierung ist von großer Bedeutung, da Solana und verwandte Organisationen anderen Regeln und Anforderungen entsprechen müssen. Wir stehen in engem Kontakt mit Rechtsexperten und kommunizieren mit der SEC, um ihre Bedenken zu verstehen und anzugehen.
– Solana Foundation
Untersuchung des privaten Tokenverkaufs von Solana
Gemäß der SEC umfasst der Begriff „Wertpapier“ einen Anlagevertrag sowie andere Instrumente wie Aktien, Anleihen und übertragbare Aktien. Die Aufsichtsbehörde stellt in ihren Richtlinien zur Analyse digitaler Assets als Anlageverträge fest, dass ein digitales Asset analysiert werden muss, um festzustellen, ob es die Merkmale eines Produkts aufweist, das die Definition eines „Wertpapiers“ gemäß den bundesstaatlichen Wertpapiergesetzen erfüllt.
In den letzten Jahren hat die Solana Foundation private Tokens verkauft, was bedeutet, dass sie Wertpapiere an institutionelle Investoren und Risikogesellschaften verkauft hat. Diese privaten Verkäufe wurden angeblich unter einer Simple Agreement for Future Tokens (SAFT) durchgeführt, die eine Sicherheitsausgabe für die endgültige Übertragung digitaler Tokens von Kryptoentwicklern an Investoren ist. Solana hat auch Formulare für private Angebote bei der SEC eingereicht, und Investoren waren beim Verkauf von Tokens über einen SAFT Beschränkungen unterworfen.
Im März 2020 fand der Initial Coin Offering (ICO) von Solana statt, bei dem ein öffentlicher Verkauf von SOL-Tokens abgehalten wurde. Bei diesem Verkauf wurden 1,6% des anfänglichen Token-Bestands an die Öffentlichkeit zugeteilt, was 8 Millionen Tokens entspricht. Mit einem Preis von 0,22 US-Dollar pro Token brachte dieser Verkauf 1,76 Millionen US-Dollar für die Solana Foundation ein.
In einem Meinungsartikel zu den jüngsten Entwicklungen bemerkte Matt Levine, Jurist und Mitarbeiter bei Bloomberg, dass frühere Wertpapierangebote von SOL seiner Meinung nach nicht dazu führen sollten, dass der Token als Wertpapier eingestuft wird.
Aus Sicht der SEC ist es bedauerlich, dass diese Tokens jetzt öffentlich gehandelt werden, mit weniger Offenlegung und Anlegerschutz, als sie sich wünschen würden. Aber es ist nicht genau die Schuld von Solana, oder eigentlich doch, aber auf völlig legale Weise.
– Matt Levine
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