In einer alarmierenden Entwicklung für die Gaming-Community werden Spieler, die Cheats für den beliebten First-Person-Shooter Call of Duty verwenden, massenhaft Opfer von Krypto-fressender Malware.
Diese bösartige Software hat bisher die Details von mehr als 4,9 Millionen Konten kompromittiert, eine Enthüllung, die die Online-Gaming-Welt auf den Kopf stellt.
Malware eingesetzt, um Login-Daten von Cheatern zu stehlen
Der Angriff kam ans Licht, nachdem der Cheat-Anbieter für Call of Duty, Phantom Overlay, von Nutzern über die Malware-Kampagne informiert wurde, die plötzlich unautorisierte Käufe auf ihren Konten feststellten. Phantom Overlay, eine Plattform, die einen Marktplatz für Spieler bietet, um Cheats wie Aimbot und Spielererkennung hinter Wänden zu kaufen, wurde schnell eines der vielen Opfer dieser umfangreichen Malware-Operation.
Laut VX Underground, einem prominenten Malware-Forscher, hat eine unbekannte Gruppe diese Malware eingesetzt, um die Anmeldeinformationen von Cheatern zu stehlen und anschließend online zu veröffentlichen. Darüber hinaus hat die Malware Nutzer mit Software infiziert, die Kryptowährung aus Electrum-Wallets, einer beliebten Bitcoin-Wallet, stehlen kann.
Statistiken des Hacks sind ernüchternd
In einer bemerkenswerten Wendung behauptet VX, dass der Videospielriese Activision Blizzard, der Entwickler hinter Call of Duty, in einer unerwarteten Zusammenarbeit mit Cheat-Anbietern tritt, um Nutzern zu helfen, die von der Malware betroffen sind. Diese Entscheidung ergibt sich aus der enormen Auswirkung des Angriffs, der eine breite Palette von Spielern und Konten betroffen hat.
Die Statistiken sind ernüchternd: Schätzungsweise 3.662.627 Battlenet, 561.183 Activision, 117.366 Elitepvpers, 572.831 UnknownCheats und 1.365 Phantom Overlay Konten wurden kompromittiert, was insgesamt 4.915.372 Konten ausmacht. Phantom Overlay hat auch das Gaming-Forum Elitepvpers kontaktiert, das bestätigte, dass mehr als 40.000 seiner Konten betroffen sind.
Die Untersuchung läuft noch
VX Underground betont, dass die genaue Menge an gestohlener Kryptowährung und die Methoden zur Verbreitung der Malware noch Gegenstand der Untersuchung sind. Wichtig ist, dass nicht alle kompromittierten Konten zum Cheaten verwendet wurden; einige betroffene Nutzer hatten Software für Zwecke wie die Verbesserung der Latenz, die Optimierung von Controllern und die Nutzung von VPNs installiert.
Dieser Vorfall dient als eine ernste Warnung für die Gaming-Community über die Risiken des Herunterladens von inoffizieller Software und die Bedeutung der digitalen Sicherheit in der heutigen von Malware belasteten Online-Welt.
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