In einer überraschenden Wendung der Ereignisse hat die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) bestätigt, dass sie Opfer eines Cyberangriffs geworden ist. Laut einem Sprecher der SEC erfolgte der Angriff durch einen sogenannten „SIM-Swap“, was zu einer inkorrekten Mitteilung am 9. Januar über die Genehmigung von Spot Bitcoin Exchange-Traded Funds (ETFs) führte.
Unbefugte erlangten Zugang zum Konto
Am 22. Januar erklärte die SEC, dass nach Konsultationen mit ihrem Telekommunikationsanbieter festgestellt wurde, dass Unbefugte die Kontrolle über die SEC-Telefonnummer erlangt hatten, die mit ihrem Konto verknüpft war. Dies wurde erreicht, indem die SIM-Karte der Telefonnummer in einem offensichtlichen SIM-Swap-Angriff geändert wurde.
Die Eindringlinge konnten das Passwort des @SECGov Twitter-Kontos zurücksetzen, nachdem sie die Kontrolle über die Telefonnummer erlangt hatten. Dadurch konnten sie irreführende Informationen über die Genehmigung der Bitcoin ETFs verbreiten.
Untersuchung der unbefugten Partei
Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Strafverfolgungsbehörden nun versuchen festzustellen, wie die unbefugte Partei den Anbieter überzeugen konnte, die SIM-Karte zu ändern und wie sie die spezifische Telefonnummer mit dem SEC-Konto in Verbindung brachten.
Bemerkenswert war, dass die SEC auch offenbarte, dass ein Mitarbeiter sechs Monate vor dem Angriff die Multifaktor-Authentifizierung, eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, aufgrund von Zugriffsproblemen zum Konto entfernt hatte. Diese Sicherheitsmaßnahme wurde erst nach dem Angriff am 9. Januar wiederhergestellt.
Kein Beweis für Zugang zu anderen Systemen
Die SEC betonte, dass kein Beweis gefunden wurde, dass die Eindringlinge Zugang zu anderen Systemen, Daten oder Social-Media-Konten der SEC hatten.
SIM-Swapping, die Technik, die bei diesem Angriff verwendet wurde, bedeutet, dass Angreifer die Kontrolle über eine Telefonnummer erlangen, indem sie diese einem neuen Gerät zuweisen.
In einer verwandten Entwicklung genehmigte die SEC tatsächlich mehrere Anträge für Spot Bitcoin ETFs am 10. Januar, nur einen Tag nach der falschen Mitteilung, wobei die meisten dieser ETFs am 11. Januar gehandelt wurden.
Belgischer Teenager wegen Phishing-Netzwerks im Umfang von einer halben Million festgenommen
Die belgischen Behörden haben einen 19-jährigen Verdächtigen festgenommen, der nach Angaben der Justiz eine wichtige Rolle in einem europäischen Phishing- und Geldwäschenetzwerk gespielt haben soll.
Bitcoin-Vermögen eines Drogenhändlers landete im Müll – bis Europol eingriff
Irische Behörden sichern 1.500 Bitcoin aus verloren geglaubten Wallets eines Drogenhändlers und werfen damit neue Fragen zu Private Keys auf.
Wie ein Anruf in 8 Millionen Krypto-Lösegeld endete
Laut der veröffentlichten Anklageschrift begann der Cyberangriff im Mai 2025 mit Social Engineering.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
