Die amerikanische Politik arbeitet seit Jahren an klaren Regeln für Kryptowährungen, während Unternehmen und Anleger über Unsicherheit und widersprüchliche Aufsicht klagen. Nun scheint sich eine Veränderung abzuzeichnen. Laut dem Vorsitzenden der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde, der Securities and Exchange Commission (SEC), ist die Wahrscheinlichkeit einer bahnbrechenden Entwicklung in diesem Jahr hoch, die den gesamten Sektor verändern könnte.

Atkins sieht entscheidenden Moment

Laut SEC-Vorsitzendem Paul Atkins wird das wichtige Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarktes in diesem Jahr vom Kongress verabschiedet. Das Gesetz, bekannt als CLARITY Act, soll anschließend von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden. Atkins sprach bei Fox Business von einem entscheidenden Moment für die Branche.

Atkins verwies dabei auf den zuvor verabschiedeten GENIUS Act, der 2025 genehmigt wurde und seiner Meinung nach einen ersten Schritt in Richtung mehr Übersichtlichkeit darstellt. Das Gesetz legt zwar Regeln für Stablecoins fest, lässt jedoch laut Kritikern viele Fragen offen.

CLARITY Act soll für Klarheit sorgen

Der nächste Schritt ist laut Atkins das umfassende Marktstrukturgesetz für Kryptowährungen. Dieses Gesetz soll festlegen, wann die SEC die Aufsicht führt und wann die Commodities Futures Trading Commission (CFTC) verantwortlich ist, damit Unternehmen wissen, welche Regeln für sie gelten.

„Klare Gesetzgebung und klare Regeln sorgen für Sicherheit auf dem Markt“, sagte er. Laut Atkins passt das Gesetz zu Trumps Ziel, die USA zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ zu machen.

Dennoch kommt es zu Verzögerungen im Prozess. Der Senatsausschuss für Landwirtschaft, der die Aufsicht über die CFTC hat, hat die endgültige Beratung des Gesetzes auf Ende Januar verschoben. Der Ausschuss möchte mehr Zeit, um Details auszuarbeiten und ausreichend Unterstützung zu sammeln.

Der Senatsausschuss für Banken, der sich mit der SEC befasst, bespricht das Gesetz diese Woche jedoch wie geplant.

Neue Höchststände oder längerer Krypto-Winter

Auf X teilte Atkins mit, dass das Hauptziel darin besteht, Krypto aus der „rechtlichen Grauzone“ zu holen. Ihm zufolge ist die Unterstützung beider Parteien nötig, um willkürliches Vorgehen von Aufsichtsbehörden zu verhindern und die USA für die Zukunft von Krypto zu rüsten.

Das Gesetz soll laut Atkins für mehr Sicherheit und klare Rahmenbedingungen in der Branche sorgen und gleichzeitig Investitionen sowie Innovationen im amerikanischen Kryptomarkt fördern.

Auch innerhalb der Kryptobranche wird das Gesetz als wichtiger Wendepunkt angesehen. Die CLARITY Act könnte laut Matt Hougan, dem CIO des Krypto-Vermögensverwalters Bitwise, entscheidend sein.

Ohne das Gesetz bleibt der Marktweiterhin unter Druck, aber wenn es verabschiedet wird, sind seiner Meinung nach neue Rekorde in Reichweite.

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