Der Bitcoin-Kurs erlebt den schwächsten Jahresstart aller Zeiten. Fünfzig Tage nach dem Jahreswechsel steht Bitcoin (BTC) über zwanzig Prozent im Minus. Noch nie zuvor fiel der Kurs in den ersten fünfzig Tagen eines Kalenderjahres so stark.

Laut Daten der Analyseplattform Checkonchain verlor BTC im Januar zehn Prozent und im Februar weitere fünfzehn Prozent. Damit hat 2026 historisch schlecht für die weltweit größte Kryptowährung begonnen.

Bitcoin-Kurs erstmals zwei Monate in Folge im Minus

Aus Zahlen von Coinglass geht hervor, dass Bitcoin noch nie sowohl im Januar als auch im Februar Verluste verzeichnete. In früheren schwachen Jahren, wie 2015, 2016 und 2018, folgte auf einen schlechten Januar ein Erholungsmonat im Februar. Dieses Muster bleibt in diesem Jahr aus.

Setzt sich der aktuelle Trend fort, wird BTC zudem die schwächsten aufeinanderfolgenden Monatsleistungen seit 2022 verzeichnen. Dieses Jahr war geprägt von starken Korrekturen und einem klaren Bärenmarkt.

Auch die Zahlen von Checkonchain unterstreichen, wie außergewöhnlich dieser Jahresstart ist. In einem durchschnittlichen Abwärtsjahr liegt der sogenannte Indexstand nach fünfzig Tagen bei etwa 0,84. Dieses Jahr bleibt er bei 0,77 stehen. Das mag nach einem kleinen Unterschied klingen, aber in Märkten, in denen Milliarden bewegt werden, zeigt es, dass der Verkaufsdruck deutlich höher ist als üblich.

Auffallend schwaches Jahr nach den Wahlen

Der schwache Start ins Jahr 2026 fällt besonders auf, da schon 2025 enttäuschend endete, mit einem Verlust von siebzehn Prozent. Das steht im Widerspruch zum historischen Muster. Normalerweise sind die Jahre nach Wahlen besonders stark für den Markt. Im Durchschnitt schneiden sie sogar besser ab als viele andere positive Jahre.

Gerade deshalb empfinden viele Anleger diesen Rückgang als Bruch mit Gewohntem. Wer den Bitcoin-Kurs täglich verfolgt, sieht, dass die übliche Erholung nach politischer Klarheit diesmal ausbleibt. Stattdessen häufen sich die roten Zahlen.

Gleichzeitig gehört Volatilität zu Bitcoin. Scharfe Rückgänge sind häufiger Teil eines größeren Zyklus. Die Frage ist nun, ob dieser schwache Jahresbeginn der Anfang einer längeren Druckphase ist oder die Phase, in der sich der Markt bereinigt, bevor eine neue Erholung einsetzt.

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