Die Kryptowährung Ethereum steht erneut unter Druck, nachdem ein technisches Signal aufgetaucht ist, das in der Vergangenheit heftige Kursrückgänge eingeläutet hat. Der sogenannte MACD-Indikator, den Händler häufig nutzen, um Stärke und Richtung eines Trends zu messen, hat im Wochenchart ein bärisches Crossover gezeigt.

Unter die 4.000-Dollar-Marke?

Dieses Signal bedeutete zuvor, dass der Kurs von Ether um mehrere Dutzend Prozent fiel. Im Jahr 2024 verlor die Kryptowährung gut 46 Prozent ihres Wertes, Anfang 2025 sogar rund 60 Prozent. Analysten befürchten, dass sich nun ein ähnliches Szenario entfalten könnte.

Aktuell bewegt sich der Ethereum-Kurs um 3.934 Dollar. Damit liegt die Kryptowährung gefährlich nah an der wichtigen Unterstützungszone bei 4.000 Dollar, die seit August immer wieder verteidigt wurde.

Nach Ansicht von Marktbeobachtern ist dieses Niveau entscheidend. „Solange der Kurs über 3.899 Dollar bleibt, ist ein neuer Anstieg möglich“, so Elliott-Wave-Analyst Man of Bitcoin. „Aber ein Durchbruch nach unten würde auf eine deutlich größere Korrektur hindeuten.“

Händler Trader Koala zeigte sich pessimistischer. Er erklärte, Ethereum befinde sich bereits in einem „wöchentlichen Breakdown“, nachdem die Unterstützung bei 4.200 Dollar verloren ging. Seiner Ansicht nach könnte die Abwärtsdynamik schnell Fahrt aufnehmen.

Warum der MACD wichtig ist

Der MACD, ausgeschrieben Moving Average Convergence Divergence, vergleicht gleitende Durchschnitte des Kurses und zeigt, ob ein Trend an Momentum verliert. Wenn die blaue MACD-Linie unter die orangefarbene Signallinie kreuzt, gilt das als Verkaufssignal.

In den vergangenen drei Fällen, in denen dieses Muster bei Ethereum sichtbar war, folgten deutliche Korrekturen. Analyst CRYPTO Damus wies darauf hin, dass das aktuelle Signal „genau die gleiche Situation zeigt wie bei früheren Kursstürzen“.

Historie scharfer Korrekturen

Die Historie von Ethereum zeigt, wie scharf solche Korrekturen ausfallen können. Im Dezember 2021 rutschte der Kurs unter die 4.000-Dollar-Marke, woraufhin in den folgenden Monaten fast 80 Prozent des Wertes verdampften. Das Tief wurde damals bei rund 880 Dollar erreicht.

Auch wenn eine Wiederholung eines solchen Einbruchs nicht sicher ist, liefert die technische Analyse nach Ansicht vieler Händler eine Warnung: Anleger sollten mit hoher Volatilität rechnen.

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