Saudi-Arabien möchte den globalen KI-Markt stürmen und als König hervorgehen, indem es einen riesigen neuen KI-Investitionsfonds im Wert von 40 Milliarden Dollar startet. Dieser ehrgeizige Plan, der in der zweiten Hälfte von 2024 beginnen soll, würde das Land auf einen Schlag zum größten KI-Investor weltweit machen. Ist dies der Weg, wie Saudi-Arabien seine Abhängigkeit vom Öl überwinden kann?
Eine Zusammenarbeit mit der Silicon Valley-Macht Andreessen Horowitz (a16z) soll Saudi-Arabien die Expertise und das Know-how bringen, um diese KI-Ambitionen zu verwirklichen.
Saudi-Arabien als KI-Großmacht
Das saudische Public Investment Fund (PIF) würde das Geld in den Fonds einzahlen. Um die besten Entscheidungen zu treffen, blickt man im Silicon Valley auf die Venture-Capital-Firma Andreessen Horowitz (a16z) als Partner.
Dieses renommierte Unternehmen, auch bekannt als a16z, könnte sogar ein Büro in der saudischen Hauptstadt Riyadh eröffnen. Die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und a16z scheinen gut zu sein, auch weil Yasir Al-Rumayyan, der Chef des PIF, mit a16z-Gründer Ben Horowitz befreundet ist.

Mit diesem enormen Betrag möchte Saudi-Arabien sich zum weltweiten KI-Treiber entwickeln. Zum Vergleich: Microsoft investierte bisher etwa 13 Milliarden Dollar in OpenAI, die Macher von ChatGPT. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was Saudi-Arabien vorhat.
Saudi-Arabien umarmt KI
Das saudische KI-Fonds zielt auf verschiedene Säulen ab. Man möchte Geld in Chiphersteller und Datenzentren stecken, die die enorme Rechenleistung liefern können, die KI benötigt. Saudi-Arabien erwägt sogar, eigene KI-Unternehmen zu gründen.
Die Gespräche zwischen Saudi-Arabien und a16z laufen bereits seit April 2023. Interessanterweise lobte a16z-Gründer Ben Horowitz Saudi-Arabien kürzlich als ein „Startup-Land“. Er deutete dabei an, dass die Vereinigten Staaten gerade an Boden in der Welt der vielversprechenden jungen Unternehmen verlieren.
Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund zunehmender staatlicher Einmischung in KI statt. So erließ der amerikanische Präsident Joe Biden im vergangenen Oktober eine Exekutivanordnung mit neuen Sicherheitsregeln für KI. Dabei verpflichteten sich fünfzehn große KI-Unternehmen zur Zusammenarbeit.
Bemerkenswert ist auch, dass Sam Altman, CEO von OpenAI, letzten Monat beim Nachbarn Saudi-Arabiens, den Vereinigten Arabischen Emiraten, versuchte, nicht weniger als 7 Billionen Dollar zu mobilisieren. Dieses Geld wollte er für die Entwicklung seiner eigenen fortschrittlichen Computerchips verwenden.
Es ist klar, dass der KI-Krieg nun wirklich zu eskalieren beginnt, was an sich für Bitcoin nicht schlecht ist. Das sorgt nämlich dafür, dass die Aufmerksamkeit ein wenig von der digitalen Währung abgelenkt wird. Politiker werden sich nun mehr um KI sorgen als um Bitcoin.
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