OpenAI-CEO Sam Altman hat ein neues politisches Konzept vorgestellt, um die gesellschaftlichen Auswirkungen von künstlicher Superintelligenz abzufedern. In seinem sogenannten „KI-Abkommen“ skizziert er, wie Regierungen und Unternehmen zusammenarbeiten sollten, um wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherheit zu gewährleisten.
Vermögensfonds und Steuerreform
Altmans Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, in dem sich künstliche Intelligenz (KI) rasant entwickelt und immer mehr Sektoren beeinflusst. Laut Altman ist es notwendig, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Arbeitsmarktstörungen und Ungleichheit zu verhindern.
Ein wesentlicher Bestandteil des Plans ist die Einrichtung eines öffentlichen Vermögensfonds. Dieser Fonds, in Zusammenarbeit mit KI-Unternehmen gegründet, soll Bürger direkt an dem wirtschaftlichen Wert teilhaben lassen, der durch KI geschaffen wird. Der Fonds würde in Technologie- und KI-Unternehmen investieren, um Erträge breiter zu verteilen.
Darüber hinaus plädiert Altman für eine Reform des Steuersystems. Statt Arbeit stärker zu besteuern, sollten Unternehmensgewinne mehr in den Mittelpunkt rücken. Dies soll verhindern, dass soziale Sicherungssysteme unter Druck geraten, wenn Unternehmen aufgrund der Automatisierung weniger Personal benötigen.
Altman ist nicht der Einzige mit dieser Vision. Auch Anthropics CEO Dario Amodei und Politiker Andrew Yang haben sich bereits für ähnliche Maßnahmen ausgesprochen.
Kürzere Arbeitswoche und KI als Grundrecht
Neben finanziellen Reformen richtet sich der Vorschlag auf den Arbeitsmarkt. OpenAI schlägt vor, dass Arbeitnehmer von den Produktivitätsgewinnen durch KI profitieren sollten. Konkret bedeutet dies eine Arbeitswoche von 32 Stunden ohne Gehaltseinbußen, kombiniert mit höheren Beiträgen zu Renten- und Gesundheitssystemen.
Weiterhin betont Altman, dass der Zugang zu KI eine Grundversorgung werden sollte. Er vergleicht dies mit essenzieller Infrastruktur wie Strom und Internet. Laut dem Plan sollte jeder Zugang zu einem Mindestniveau an KI-Diensten haben, um digitale Ungleichheit zu vermeiden.
Zugleich warnt Altman auch vor den Risiken der Superintelligenz. Er nennt unter anderem Cyberattacken und biologische Bedrohungen als ernstzunehmende Punkte. In einem Interview erklärte er:
„Ich möchte, dass die Debatte über diese Themen wirklich ernsthaft geführt wird.“
Mit diesen Vorschlägen versucht OpenAI, der gesellschaftlichen Diskussion über die Rolle von KI in Wirtschaft und Gesellschaft eine Richtung zu geben.
Trotz Altmans aufrichtigen Bedenken wirkt der Vorschlag etwas widersprüchlich. Altman ist als CEO von OpenAI maßgeblich mitverantwortlich für die Herausforderungen und Sorgen, die KI derzeit aufwirft. Die Frage, die sich stellt, ist, ob Altmans Pläne nicht zu spät kommen.
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