Der ehemalige Co-CEO von FTX Digital Markets, Ryan Salame, hat zugestimmt, sein mehrere Millionen Dollar teures Haus auf den Bahamas im Rahmen einer Einigung in einem Strafverfahren zu übergeben. Dies geht aus Dokumenten hervor, die FTX Trading Ltd und verbundene Gläubiger am 1. Mai beim US-amerikanischen Insolvenzgericht in Delaware eingereicht haben.
Keine Barzahlung, sondern Eigentumsübertragung
Salame, der sich im September 2023 einer Straftat schuldig bekannte, hat sein 5,9 Millionen Dollar teures Haus auf den Bahamas aufgegeben. Anstelle einer Barzahlung hat er vorgeschlagen, seine Schulden in Höhe von 5,6 Millionen US-Dollar durch die Übertragung des Eigentums an FTX Digital Markets Ltd. zu begleichen.
Der Vertrag bezieht sich auf eine Wohnung, Einheit Nr. 3A, in den Marina Residences des Albany Building 10 Condominium. Der Akte zufolge ist diese Vereinbarung für die Gläubiger von Vorteil, da sie Salame daran hindert, die Immobilie unter dem Marktpreis zu verkaufen, was ihren Bemühungen, andere Immobilien auf den Bahamas zu liquidieren, schaden könnte.
Nach Angaben des australischen Immobilienunternehmens Properstar erlebte der lokale Immobilienmarkt auf den Bahamas kürzlich einen Abschwung mit einem Rückgang des Verkaufsvolumens im oberen Preissegment um 25 % und einem Preisrückgang bei Wohnungen um 28 %.
Verschwörung zur unerlaubten politischen Spende
Salame wurde außerdem der Verschwörung zu unerlaubten politischen Spenden, dem Betrug der Bundeswahlkommission und dem illegalen Betrieb eines Geldtransfergeschäfts vorgeworfen.
Aus den Dokumenten geht außerdem hervor, dass Salame die Immobilie im September 2021 für 7,2 Millionen US-Dollar gekauft hat, wobei die Anzahlung von einem Alameda Research-Konto bei der Silvergate Bank kam. Im Jahr 2022 implodierten FTX und Alameda, was kurz hintereinander zu Insolvenzanträgen führte.
Salames Verurteilung ist für den 28. Mai 2024 geplant, während Sam Bankman-Fried, ehemaliger CEO von FTX, kürzlich eine 25-jährige Haftstrafe erhielt.
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