Die beliebte Kryptowährungs- und Aktienhandels-App Robinhood hat einen bedeutenden Rechtsstreit in Massachusetts beigelegt, indem sie einer Strafe von 7,5 Millionen Dollar zugestimmt hat. Diese Einigung ist das Ergebnis einer Durchsetzungsaktion, die ursprünglich im Dezember 2020 von der Wertpapieraufsichtsbehörde des Staates eingeleitet wurde.

Robinhood stimmt der Zahlung der Strafe zu

William Galvin, der Sekretär des Commonwealth of Massachusetts, gab bekannt, dass Robinhood der Zahlung der Strafe zugestimmt und versprochen hat, seine digitalen Engagement-Praktiken zu überprüfen. Die Kritik konzentrierte sich hauptsächlich darauf, dass Robinhood unerfahrene Investoren durch die ‚Gamification‘ des Handels mit Kryptowährungen und Aktien ins Visier nahm. Galvin behauptete, dass Robinhood sich selbst als eine Art Spiel präsentierte und sogar vorschlug, die Broker-Dealer-Lizenz des Unternehmens im Staat zurückzuziehen.

Lucas Moskowitz, stellvertretender General Counsel und Leiter der Regierungsangelegenheiten bei Robinhood, reagierte, indem er erklärte, dass diese Einigung ‚historische Probleme‘ löst, die bis ins Jahr 2021 zurückreichen und nicht mehr repräsentativ für das aktuelle Robinhood sind. Er betonte, dass das Unternehmen erfreut ist, diesen Fall abschließen zu können und weiterhin Fortschritte bei der Zugänglichkeit von Märkten für Kunden in Massachusetts zu machen.

Bewältigung schwerwiegender Cybersicherheitsprobleme

Der Rechtsstreit, der etwa drei Jahre dauerte, begann nach der Beschwerde im Dezember 2020. Robinhood forderte daraufhin das Büro von Galvin heraus, indem es die Regel anfocht, von der es behauptete, dass sie verletzt wurde. Der Fall kehrte 2023 nach einer Berufung zurück vor Gericht.

Die Wertpapieraufsichtsbehörde von Massachusetts hat Robinhood auch aufgefordert, ’schwerwiegende Cybersicherheitsprobleme‘ im Rahmen der Einigung zu bewältigen. Obwohl Robinhood bestreitet, dass ihre App ‚gamifiziert‘ war, räumt das Unternehmen ein, dass es seit 2021 ‚zahlreiche Schritte‘ unternommen hat, um Cybersicherheitsprobleme zu bewältigen.

Neben dieser jüngsten Einigung wurde Robinhood 2021 auch von der Financial Industry Regulatory Authority eine Strafe von etwa 70 Millionen Dollar für die Verursachung von ‚weitreichenden und erheblichen Schäden‘ an Tausenden von Nutzern auferlegt. Im April 2023 erreichte Robinhood eine separate Einigung von 10 Millionen Dollar mit Wertpapieraufsichtsbehörden in verschiedenen US-Bundesstaaten nach Vorwürfen über mehrere Systemausfälle.

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