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Hacker und Betrüger haben im Februar 26,5 Millionen Dollar in der Kryptobranche erbeutet. Das ist der niedrigste Betrag seit elf Monaten und ein Rückgang von 69 % im Vergleich zu Januar, als der Schaden noch über 86 Millionen Dollar betrug.
Analysten zufolge ist dies kein Zufall, sondern das Ergebnis strengerer Sicherheitsmaßnahmen und veränderter Marktbedingungen.
Insgesamt verzeichnete PeckShield fünfzehn Vorfälle. Zwei davon waren für den Großteil des Schadens verantwortlich. Der größte Angriff traf den von einer DAO verwalteten Lending-Pool von YieldBlox. Durch eine Kursmanipulationsattacke wurden am 21. Februar etwa 10 Millionen Dollar erbeutet.

Am selben Tag wurde auch die Blockchain-Plattform IoTeX getroffen. Dabei gingen rund 8,9 Millionen Dollar verloren, nachdem ein privater Schlüssel in die falschen Hände gelangte. Im Vergleich zu Januar ist der Rückgang erheblich. Damals belief sich der Schaden noch auf über 86 Millionen Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 69,2 Prozent innerhalb eines Monats.
Laut PeckShield liegt das unter anderem daran, dass außergewöhnlich große Hacks ausblieben. Im Februar des Vorjahres wurde beispielsweise die Kryptobörse Bybit von einem Hack in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar getroffen, wodurch der Gesamtschaden im Monat erheblich anstieg.
Zusätzlich sorgte der starke Kursrückgang von Bitcoin (BTC) Anfang Februar für Ablenkung. „In Zeiten hoher Volatilität verschiebt sich die Aufmerksamkeit oft vom Ausnutzen von Schwachstellen in Protokollen hin zur Risikokontrolle auf dem Markt“, so der Sprecher.
Dominick John, Analyst bei Kronos Research, weist auf eine strukturellere Erklärung hin. Strengere Risikokontrollen, bessere Überwachung und höhere Standards bei großen Akteuren tragen seiner Meinung nach zu diesem Rückgang bei. „Kapital wird selektiver und belohnt Protokolle mit ausgereiften Sicherheitsstrukturen“, sagt er.
Seiner Meinung nach könnten Audits, kontinuierliche Überwachung und institutionelle Risikorahmen im Laufe des Jahres für einen weiteren Rückgang sorgen. Auch KI könnte eine Rolle spielen. „KI-gesteuerte Kontrollen und automatisierte Scans erkennen Schwachstellen früher, dennoch bleibt das Ökosystem dynamisch und damit risikoreich.“
Trotzdem gibt es keinen Grund zur Sorglosigkeit. Phishing bleibt eine ernsthafte Bedrohung. Bei dieser Angriffsmethode geben sich Kriminelle als vertrauenswürdige Parteien aus, um sensible Daten zu stehlen.
„Angreifer konzentrieren sich zunehmend weniger auf das Knacken des zugrunde liegenden Codes und immer mehr darauf, Menschen zu täuschen“, so der Sprecher von PeckShield.
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