XRP zeigt zuletzt eine auffällige Schwäche. Seit dem Allzeithoch im letzten Bullenmarkt ist der Kurs des Tokens um 60 Prozent gefallen. Wie ist das zu erklären? Dabei unternimmt das Unternehmen große Schritte, um XRP zu einem wichtigen Bestandteil des globalen Finanzsystems zu machen.
ETF-Zuflüsse bieten Unterstützung, überzeugen aber nicht jeden
XRP liegt derzeit immer noch mehr als 60 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Juli. Das ist angesichts der Einführung mehrerer XRP-ETFs im November letzten Jahres bemerkenswert. Wer die Entwicklung von Ripple verfolgt, fragt sich vielleicht, wie das möglich ist. Schließlich gab es in letzter Zeit genügend positive Nachrichten rund um Ripple.
Trotz des allgemeinen Einbruchs des Marktes fließt beispielsweise weiterhin Kapital in XRP-ETFs. Die sieben Fonds verwalten mittlerweile ein Vermögen von insgesamt etwa 1,1 Milliarden Dollar. Vor allem das Produkt von Bitwise verzeichnet ein hohes Handelsvolumen und wies bis März keine Abflüsse auf.
Laut Bloomberg-Analyst Eric Balchunas ist dies ein positives Signal. „Die Tatsache, dass es so viele Zuflüsse gibt, während der Preis von XRP sinkt, ist ein gutes Zeichen“, erläutert er. Gleichzeitig betont er, dass das Volumen dieser Fonds mit dem der Bitcoin-ETFs (BTC), die im ersten Jahr 107 Milliarden Dollar anzogen, nicht vergleichbar ist.
Auch das politische Umfeld für die Kryptobranche verbessert sich weltweit weiter. Ripple setzt seinen Expansionskurs fort und knüpft zunehmend Partnerschaften. So wurde letzte Woche bekannt, dass Ripple der Zentralbank Singapurs bei der Erprobung von Stablecoin-Transaktionen helfen wird.
Makroökonomie und Bitcoin belasten den Kurs
Genug positive Stimmung also. Warum dann der enttäuschende Kurs? Dafür gibt es verschiedene Gründe. Der Finanzberater Ric Edelman verweist auf die Auswirkungen des SEC-Verfahrens gegen Ripple im Jahr 2020. Seiner Meinung nach hat Ripple dadurch erheblichen Imageschaden erlitten. Dies schränkt laut Edelman nach wie vor den aktuellen Zufluss ein.
Neben internen Faktoren spielt auch der breitere Markt eine Rolle. Wie viele andere Altcoins hängt XRP stark von der Performance von Bitcoin (BTC) ab. Die größte Kryptowährung liegt derzeit deutlich unter ihrem eigenen Rekord und sucht vergeblich nach neuem Momentum. Trotz der Tatsache, dass Ripple eigentlich recht gut abschneidet, bleibt auch XRP vom Kursdruck nicht verschont.
Sorgen über anhaltend hohe Zinsen und geopolitische Spannungen führen zudem zu Zurückhaltung bei den Anlegern. Risikobehaftete Anlagen, darunter Kryptowährungen, sind davon direkt betroffen.
Von allen Rückschlägen und enttäuschenden Kursen lässt sich Ripple selbst zum Glück nicht beirren. Das Unternehmen erweitert kontinuierlich seine Aktivitäten und arbeitet an neuen Produkten und Übernahmen in verschiedenen Gerichtsbarkeiten.
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