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Ripple-Topmanager David Schwartz hat ein neues Tool lanciert, um besser zu verstehen, wie der XRP Ledger in der Praxis funktioniert. Der Hub ist erst seit Kurzem im Einsatz, liefert aber schon jetzt auffällige Erkenntnisse. So entdeckte er die ersten ungewöhnlichen Abweichungen im Netzwerk und ein mögliches Verbesserungsfeld für die Zukunft.
In einem Beitrag auf X teilte Schwartz mit, dass der Hub über 11.000 Anfragen pro Sekunde verarbeitete, die von 173 verschiedenen Servern stammten. Das System reagierte blitzschnell: im Durchschnitt innerhalb von 0,006 Sekunden. Nur gegen ein Uhr nachts gab es eine kurze Störung, wahrscheinlich verursacht durch die Monitoring-Software selbst.
Auffälliger war die Meldung, dass bestimmte Server wegen angeblichen ‚Missbrauchs‘ abgekoppelt wurden. Laut Schwartz handelt es sich nahezu sicher um einen Fehlalarm, verursacht durch Fehler im XRPL-Code. Genau solche Details will er mit dem neuen System aufdecken: verborgene Probleme, die man normalerweise nicht sehen würde.
Die Untersuchung führte Schwartz auch zu einem Konzept zurück, das er vor acht Jahren entworfen hat: dem sogenannten Charge/Credit-Mechanismus. Dabei erhält ein Server ‚Charges‘ für jede Nachricht, die er versendet, baut aber gleichzeitig im Laufe der Zeit ‚Credits‘ auf. Wer das Limit überschreitet, läuft Gefahr, vorübergehend abgekoppelt zu werden.
Dieses System funktionierte damals einwandfrei, aber der XRP Ledger ist inzwischen erheblich gewachsen. Schwartz meint daher, dass es Zeit ist, die Regeln an den heutigen Maßstab anzupassen. Eine Idee, mit der er spielt, ist, die Latenz – die Geschwindigkeit, mit der ein Server reagiert – zu berücksichtigen. Wer schneller antwortet, erhält dann mehr Credits. So kann das Netzwerk effizienter mit zuverlässigen Teilnehmern umgehen.
Mit diesem Hub kann Ripple erstmals in Echtzeit sehen, wie das Netzwerk performt, einschließlich Schwachstellen. Laut Kennern kann dies zu Anpassungen führen, die den XRP Ledger nicht nur schneller, sondern auch sicherer machen. Für Schwartz ist dies erst der Anfang: „Ich möchte vor allem verstehen, wie sich das Netzwerk wirklich verhält.“
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