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Die Zahl der Ransomware-Angriffe ist im Jahr 2025 um 50 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt wurden fast 8.000 Datenlecks registriert. Trotzdem sank die Gesamtsumme der gezahlten Lösegelder um 8 % auf 820 Millionen Dollar. Dies geht aus dem Jahresbericht des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis hervor.
Laut Chainalysis verlagert sich der Fokus von Hackern zunehmend auf kleine und mittelständische Unternehmen. Große Konzerne und Regierungen investieren stärker in Cybersicherheit und weigern sich öfter, Lösegeld zu zahlen. Kleinere Organisationen werden dadurch ein attraktiveres Ziel.
Ransomware ist eine Form der Cyberkriminalität, bei der Hacker Computer oder Netzwerke verschlüsseln. Opfer können erst wieder auf ihre Daten zugreifen, nachdem sie Lösegeld gezahlt haben, meist in Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC).
Der Cybersicherheitsexperte Corsin Camichel von eCrime.ch spricht von einem klaren Trendbruch. Während früher vor allem große Angriffe die Schlagzeilen beherrschten, konzentrieren sich Kriminelle nun auf eine größere Zahl kleinerer Opfer, die eher bereit sind zu zahlen. Trotzdem sinken die gesamten Lösegeldzahlungen. Hacker erbringen mehr Aufwand für weniger Ertrag.
Ein wesentlicher Grund für den Anstieg ist der sinkende Preis für Zugang zu gehackten Systemen im Darknet. Anfang 2023 kostete dieser Zugang durchschnittlich 1.427 Dollar. Anfang 2026 war er auf 439 Dollar gesunken.
Zusätzlich wächst das Angebot an günstiger Ransomware-Software und gebrauchsfertigen Hacking-Tools. Auch künstliche Intelligenz spielt eine immer größere Rolle. Mit KI können Angriffe schneller und automatisiert durchgeführt werden. Laut Chainalysis gibt es mittlerweile ein Überangebot auf dem kriminellen Markt.
Trotz des Rückgangs bei Ransomware-Zahlungen beginnt 2026 mit erheblichen Verlusten im Kryptosektor. Das Cybersicherheitsunternehmen CertiK berichtet, dass allein im Januar 370,3 Millionen Dollar in Kryptowährung durch Hacks und Betrug gestohlen wurden.
Der größte Teil, 311,3 Millionen Dollar, wurde durch Phishing-Angriffe erbeutet. Dabei werden Opfer mit gefälschten E-Mails oder betrügerischen Websites getäuscht, um ihre Passwörter oder andere sensible Informationen preiszugeben.
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