Der Kurs von Pi Network (PI) stieg am Freitag um mehr als 30 Prozent, nachdem die Kryptobörse Kraken angekündigt hatte, den Token zu listen. Die Notierung auf einer großen internationalen Börse sorgt für erneute Aufmerksamkeit für das umstrittene Kryptoprojekt.
Kraken-Notierung treibt PI Kurs um 30 Prozent nach oben
Kraken kündigte an, den PI-Token auf seiner Handelsplattform zu integrieren. Kurz nach dieser Nachricht schnellte der Kurs von Pi Network um mehr als dreißig Prozent in die Höhe.
Eine Notierung auf einer großen Börse wie Kraken wird oft als bedeutender Schritt für ein Kryptoprojekt angesehen. Sie erhöht die Zugänglichkeit für Anleger und kann zu höheren Handelsvolumina führen.
Pi Network war zuvor bereits auf einigen anderen Plattformen verfügbar, darunter OKX, Gate und Bitget. Mit der Aufnahme bei Kraken erhält der Token Zugang zu einem weitaus größeren internationalen Handelsnetzwerk.
Was ist Pi Network?
Pi Network ist ein mobil ausgerichtetes Kryptoprojekt, das eine Alternative zum traditionellen Mining bietet. Anstelle des energieintensiven Proof-of-Work-Mechanismus verwendet das Projekt ein System, bei dem Nutzer täglich über eine App Tokens „minen“ können.
Nutzer bilden sogenannte Vertrauenskreise mit verifizierten Accounts. Diese Struktur bildet die Grundlage des Konsensmechanismus, der vom Protokoll von Stellar abgeleitet ist.
Nach Jahren in einem geschlossenen Ökosystem startete Pi Network im Februar 2025 ein extern verbundenes Mainnet. Laut eigener Angaben sind mittlerweile etwa 19 Millionen Nutzer durch den KYC-Prozess gegangen und rund 10 Millionen Accounts wurden tatsächlich auf die Blockchain migriert.
Projekt bleibt umstritten
Trotz des Wachstums bleibt Pi Network in der Kryptobranche umstritten.
Im Februar 2025 weigerte sich der Bybit-CEO Ben Zhou, den Token auf seiner Plattform zu listen. Er bezeichnete das Projekt sogar als möglichen Betrug und verwies auf eine Warnung der chinesischen Polizei aus dem Jahr 2023.
Laut dieser Warnung habe sich Pi Network auf ältere Nutzer konzentriert und persönliche Daten gesammelt. Einige Betroffene sollen dabei ihre Rentenersparnisse verloren haben.
Diese Anschuldigungen bleiben ein Diskussionspunkt innerhalb der Kryptogemeinschaft.
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