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Die Philippinen haben den Zugang zu mehreren großen internationalen Kryptobörsen gesperrt. Internetanbieter im Land haben auf Anordnung der Regierung Plattformen wie Coinbase und Gemini unzugänglich gemacht. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen Kryptodienstleister ohne lokale Lizenz auf dem philippinischen Markt.
Nutzer berichteten, dass sie seit Dienstag keinen Zugang mehr zu den Plattformen haben. Unabhängige Überprüfungen bestätigen, dass Coinbase und Gemini über mehrere philippinische Internetanbieter gesperrt wurden.
Die Sperrungen folgen auf eine Anordnung der Nationalen Telekommunikationskommission (NTC). Diese Aufsichtsbehörde hat Internetanbieter angewiesen, den Zugang zu Online-Handelsplattformen einzuschränken, die laut der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), der Zentralbank des Landes, ohne Lizenz operieren.
Laut Berichten der Manila Bulletin handelt es sich um etwa fünfzig Plattformen. Eine vollständige Liste wurde nicht veröffentlicht, aber die jüngsten Sperrungen zeigen, dass die Regierung strenger durchgreift. Während Krypto-Plattformen zuvor oft geduldet wurden, werden sie nun aktiv gesperrt.
Die philippinische Regierung macht mit diesem Schritt deutlich, dass eine lokale Lizenz unerlässlich ist, um Kryptodienste anzubieten. Plattformen, die dem nicht nachkommen, riskieren eine Sperrung und weitere Sanktionen.
Dass dieser Kurswechsel bevorstand, wurde bereits Ende 2023 deutlich. Damals erhielt die Kryptobörse Binance eine Übergangsfrist von 90 Tagen, um die lokalen Vorschriften zu erfüllen. Diese Frist sollte philippinischen Nutzern die Möglichkeit geben, ihre Gelder sicher von der Plattform abzuziehen.
Nach Ablauf der Übergangsfrist erfüllte Binance die Anforderungen der Aufsichtsbehörden nicht. Am 25. März 2024 erteilte die NTC den Befehl, die Börse zu sperren. Kurz darauf forderte die philippinische Securities and Exchange Commission (SEC) Apple und Google auf, die Binance-App aus ihren App-Stores zu entfernen.
Nach Inkrafttreten des Verbots teilte die SEC mit, dass sie keine Möglichkeiten empfehlen könne, um möglicherweise feststeckende Gelder zurückzuerhalten. Dies führte zu zusätzlichen Sorgen unter philippinischen Kryptoinvestoren.
Die philippinische SEC überwacht mittlerweile mehrere Plattformen. Kürzlich identifizierte die Aufsichtsbehörde zehn Kryptobörsen, die ohne Lizenz aktiv sein sollen, darunter OKX, Bybit und KuCoin.
Mit diesen Maßnahmen will die Regierung Verbraucher besser vor Risiken wie Betrug, Missbrauch und dem Verlust von Geldern schützen. Gleichzeitig versucht man, mehr Kontrolle über einen Sektor zu erlangen, der in den letzten Jahren schnell gewachsen ist.
Trotz des harten Vorgehens gegen nicht-regulierte Plattformen bleibt Raum für Unternehmen, die sich an die Vorschriften halten. Verschiedene regulierte Anbieter weiten ihre Kryptodienste auf den Philippinen aus.
So hat die lokale Kryptobörse PDAX kürzlich eine Partnerschaft mit dem Lohnabrechner Toku geschlossen. Dadurch können Arbeitnehmer, darunter viele Heimarbeiter, ihr Gehalt in Stablecoins erhalten und dies ohne zusätzliche Kosten in philippinische Pesos umwandeln.
Auch die digitale Bank GoTyme hat kürzlich Kryptodienste im Land eingeführt nach einer Zusammenarbeit mit dem US-Fintech-Unternehmen Alpaca. Über die Bank-App können Nutzer mehrere Krypto-Assets kaufen und verwahren.
Mit der Sperrung großer internationaler Kryptobörsen sendet die philippinische Regierung ein deutliches Signal. Der Kryptomarkt bleibt erlaubt, jedoch nur innerhalb eines streng regulierten Rahmens. Internationale Plattformen, die weiterhin im Land aktiv sein wollen, müssen sich den lokalen Gesetzen anpassen.
Für Nutzer bedeutet dies mehr Klarheit und Schutz, während regulierte Anbieter von einem stabileren Umfeld profitieren. Die Philippinen machen damit einen wichtigen Schritt in Richtung eines besser kontrollierten und transparenteren Kryptomarktes.
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