Der erfahrene Analyst Peter Brandt hat sich auf X zur aktuellen Bitcoin- (BTC)Zyklus geäußert. Er hebt erneut hervor, dass große Bitcoin-Rallyes erst dann entstehen, wenn der Markt zuvor eine Korrektur von mindestens 75 Prozent durchlaufen hat.

Während einige Analysten von einer Fortsetzung des Zyklus ausgehen, rechnet Brandt – wie in früheren Zyklen – nun mit einer längeren Korrekturphase.

Große Drawdowns als Grundlage früherer Bullenmärkte

Brandt veröffentlichte diese Woche mehrere Beiträge auf X, in denen er die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin mit früheren Zyklen vergleicht. Den kurzen Aufschwung nach dem scharfen Rückgang auf 80.000 Dollar bezeichnete er dabei als „dead cat bounce“.

Später erläuterte er seine Analyse ausführlicher. Nach Einschätzung des erfahrenen Traders verläuft die Obergrenze einer wichtigen Unterstützungszone knapp unterhalb von 70.000 Dollar, während die untere Unterstützung seiner Ansicht nach zwischen 40.000 und 50.000 Dollar liegt. In genau diese Zone werde Bitcoin seiner Meinung nach fallen.

Brandt teilte außerdem einen logarithmischen Chart mit den fünf bisherigen Bullenmärkten. In allen Fällen wurde zunächst eine parabolische Trendlinie gebrochen, woraufhin ein Rückgang um 75 Prozent oder mehr folgte. Auch diesmal scheint der BTC-Kurs diese parabolische Trendlinie durchbrochen zu haben. Laut Brandt wiederholt der Kurs schlicht ein jahrelanges Muster: „KEINE AUSNAHMEN!! Du brauchst einen verdammt guten Grund, um dich gegen dieses Muster zu stellen.“

Kritik und Zustimmung: Das Modell spaltet die Meinungen

Unter Analysten sorgt Brandts Ansatz für Diskussionen. Kritiker bemängeln, dass Brandt frühere Parabeln auslässt und dass der aktuelle Markt eine weniger steile Struktur aufweist. Ein Nutzer auf X merkt an: „Deine vorherige ‘Parabel’ wurde schon 2024 gebrochen. Du hast einfach die Torpfosten verschoben.“

Nach Ansicht der Gegner verändert sich die Marktstruktur, und die Korrekturen fallen weniger tief aus, wodurch das Modell an Aussagekraft verliere. Zudem verweisen sie auf makroökonomische Indikatoren, die deutlich von früheren Zyklen abweichen.

Unterstützer Brandts betonen hingegen, dass seine historische Erfolgsbilanz weiterhin Bestand hat und große Bullruns stets von kräftigen Resets eingeleitet wurden. Sie sehen den jüngsten Bruch der Trendlinie nicht als Störgeräusch, sondern als Teil eines bekannten Musters.

Brandt weist außerdem darauf hin, dass nicht nur die Drawdowns abnehmen, sondern auch die Gewinne pro Zyklus kleiner werden. Auf lange Sicht zeigt er sich jedoch optimistischer. Er erklärt, dass ein Rückgang in Richtung 50.000 Dollar die nächste Bullenmarktphase einläuten könnte – mit Spitzenkursen zwischen 200.000 und 250.000 Dollar.

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