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Die Nvidia-Aktie liegt in diesem Jahr fast sieben Prozent im Minus und bewegt sich um die 176 Dollar. Dennoch bleiben die Analysten an der Wall Street überwiegend optimistisch.
Die durchschnittliche Kursprognose von 38 Analysten liegt bei 266 Dollar, was einem Potenzial von über fünfzig Prozent entspricht. Die Bandbreite ist dabei groß: Im pessimistischsten Szenario wird mit 100 Dollar gerechnet, während die größten Optimisten einen Kurs von 352 Dollar anvisieren.
Der Optimismus der Analysten ist vor allem auf die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Chips zurückzuführen. Nvidia hat eine dominante Position im Markt für Rechenzentrum-GPUs mit einem Marktanteil von über 90 Prozent.
Diese Dominanz schlägt sich direkt in den Zahlen nieder. Rechenzentren machen mittlerweile über 91 Prozent des gesamten Umsatzes aus. Im letzten Quartal wuchs dieser Bereich um 66 Prozent.
Laut CEO Jensen Huang bleibt die Nachfrage vorerst hoch. Er gab kürzlich bekannt, dass das gesamte Auftragsbuch für die aktuellen Blackwell-Chips und die kommende Vera Rubin-Generation bis 2026 und 2027 auf etwa 1 Billion Dollar angewachsen ist. Damit hat Nvidia einen außerordentlich guten Überblick über zukünftige Einnahmen, was in der Chipbranche selten vorkommt.
Die erwartete Einführung der Vera Rubin-Chipgeneration in der zweiten Hälfte 2026 spielt eine Schlüsselrolle bei den optimistischen Erwartungen rund um Nvidia. Laut dem Unternehmen selbst kann diese neue Generation die Kosten der KI-Inferenz um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu Blackwell senken. Auch die Anzahl der benötigten GPUs zur Schulung von KI-Modellen könnte um 75 Prozent verringert werden.
Analysten zeigen sich begeistert von diese Zukunftsaussichten. So hat Raymond James das Kursziel auf 323 Dollar erhöht und Vera Rubin als die wichtigste Produkteinführung in der Geschichte von Nvidia bezeichnet. Auch Evercore ISI ist positiv und setzt ein Kursziel von 352 Dollar, nicht zuletzt aufgrund des anhaltend starken und beschleunigten Umsatzwachstums.
Nicht alle Analysten teilen den Optimismus über Nvidia. Es gibt deutliche Risiken. So haben Exportbeschränkungen nach China im vergangenen Jahr bereits Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe verursacht. Wie sich der Verkauf auf diesem wichtigen Markt entwickeln wird, bleibt unsicher.
Gleichzeitig nimmt der Wettbewerb zu. AMD macht mit seiner Helios-Plattform Fortschritte, während Tech-Giganten wie Google und Amazon zunehmend ihre eigenen Chips entwickeln. Das könnte auf lange Sicht Nvidia Marktanteile kosten.
Darüber hinaus spielt die Geopolitik eine immer größere Rolle. Der Konflikt mit Iran wird von vielen Analysten noch kaum in ihren Prognosen berücksichtigt. Dennoch kann dies indirekt Auswirkungen haben. Steigende Energiepreise und eine breitere wirtschaftliche Unsicherheit könnten Unternehmen vorsichtiger machen, was potenziell Investitionen in KI-Infrastruktur verringern könnte.
Basierend auf den Erwartungen der Analysten zeichnen sich bis Ende 2026 drei klare Szenarien für Nvidia ab.
Im pessimistischen Szenario, mit einem Kurs zwischen 150 und 190 Dollar, flaut die KI-Investitionswelle ab. Gleichzeitig werden die Exportbeschränkungen weiter verschärft und die Unternehmensbewertung gerät unter Druck.
Das Basisszenario liegt deutlich höher, zwischen 240 und 280 Dollar. In diesem Fall kann Nvidia seine Versprechen einhalten, die Einführung von Vera Rubin verläuft planmäßig, und die Nachfrage von großen Tech-Unternehmen bleibt stark.
Im optimistischsten Szenario steigt der Kurs auf 300 bis 352 Dollar. In diesem Fall übertrifft Vera Rubin die Erwartungen, die chinesische Nachfrage zieht teilweise wieder an, und die Anleger sind weiterhin bereit, hohe Bewertungen zu zahlen.
Die durchschnittliche Erwartung der Analysten liegt bei rund 266 Dollar. Damit erscheint das Basisszenario vorerst am plausibelsten. Gleichzeitig bleibt die Bandbreite groß, besonders in einem Markt, der stark von geopolitischen Faktoren und Investitionen in die Künstliche Intelligenz beeinflusst wird.
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