Der Kryptomarkt schwächelt – und das spiegelt sich auch deutlich im Bereich der Non-Fungible Tokens (NFTs) wider. Während diese digitalen Sammlerstücke während des Bullenmarktes 2021 noch enorme Höhen erreichten, zeigt sich nun ein völlig anderes Bild. Laut Daten der Analyseplattform CryptoSlam ist das Verkaufsvolumen um mehrere Milliarden Dollar zurückgegangen.
März markiert Tiefpunkt
Im ersten Quartal 2025 erlitt der NFT-Markt einen heftigen Einbruch. Der Gesamtumsatz ging im Vergleich zum ersten Quartal 2024 um ganze 63 % zurück. Statt 4,1 Milliarden Dollar im Vorjahr belief sich das Volumen in diesem Quartal nur noch auf 1,5 Milliarden Dollar. Und obwohl der März noch nicht ganz vorbei ist, scheint dieser Monat den absoluten Tiefpunkt darzustellen: Mit einem Rückgang von 76 % fiel der Umsatz auf lediglich 373 Millionen Dollar.
Große NFT-Kollektionen wie CryptoPunks und Bored Ape Yacht Club (BAYC) traf es besonders hart. CryptoPunks verzeichnete einen Rückgang des Verkaufsvolumens um 47 %, während BAYC sogar 61 % einbüßte. Damit lag ihr Gesamtumsatz im ersten Quartal 2025 bei 60 Millionen beziehungsweise 29,8 Millionen Dollar.
Einige Kollektionen trotzen dem Trend
Trotzdem gibt es auch Lichtblicke. Einige Kollektionen konnten sich dem negativen Trend entziehen und verzeichneten überraschend starke Ergebnisse. Pudgy Penguins, eine Sammlung humorvoller Pinguine, stach mit einem Verkaufsvolumen von 72 Millionen Dollar hervor – ein Anstieg von 13 % im Vergleich zum Vorjahr.
Auch Doodles zeigte beeindruckende Wachstumszahlen. Der Umsatz stieg um 42 % von 22,6 Millionen auf 32 Millionen Dollar. Dieses Wachstum scheint unter anderem auf eine wachsende Präsenz im Mainstream zurückzuführen zu sein – etwa durch Kooperationen mit großen Marken wie McDonald’s.
Ein weiterer bemerkenswerter Aufsteiger war Milady Maker. Diese anime-inspirierte Kollektion verzeichnete das höchste prozentuale Wachstum: 58 %. Die gesteigerte Aufmerksamkeit ist teilweise auf die Unterstützung von Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin zurückzuführen, was zu viel Publicity und Hype in den sozialen Medien führte.
Unterschied zwischen Masse und „Premium“
Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei NFTs auf dem Bitcoin-Netzwerk. Obwohl die Anzahl der Verkäufe deutlich zurückging, stieg der durchschnittliche Verkaufspreis im ersten Quartal 2025 auf 633,24 Dollar. Das deutet möglicherweise auf eine Marktverschiebung hin, bei der sich Sammler zunehmend auf exklusive, hochwertige NFTs statt auf Massenkollektionen konzentrieren.
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