Die ersten sechs Monate von 2025 waren katastrophal für den Kryptosektor. Laut einem neuen Bericht von TRM Labs wurden mehr als 2,1 Milliarden Dollar an Krypto durch Hacks und Exploits gestohlen. Noch nie war der Betrag in einem Halbjahr so hoch.
Infrastruktur unter Beschuss
Insgesamt wurden 75 große Angriffe auf Kryptoplattformen und Protokolle durchgeführt. Mehr als achtzig Prozent des Schadens resultierten aus sogenannten Infrastruktur-Angriffen. Dabei konzentrieren sich Hacker auf die technische Rückgrat der Plattformen, wie private keys, seed phrases und Frontends.
Diese Angriffe verursachten durchschnittlich zehnmal so viel Schaden wie andere Exploits. TRM Labs betont, dass dieser Angriffstyp oft durch Social Engineering oder Zugang von innen möglich ist.
Auch Protocol-Exploits, wie Flash Loans und Re-entrancy-Angriffe, blieben nicht aus. Diese waren für zwölf Prozent des gesamten Schadens verantwortlich.

Nordkorea und geopolitische Spannungen
Der größte Schlag erfolgte im Februar, als Hacker der nordkoreanischen Lazarus-Gruppe 1,5 Milliarden Dollar bei einem Hack auf die Krypto-Börse Bybit erbeuteten. Dieser Vorfall war für siebzig Prozent aller Verluste in 2025 bis jetzt verantwortlich.
Insgesamt sollen nordkoreanische Staatsgruppen für 1,6 Milliarden Dollar an gestohlener Krypto verantwortlich sein. Auch andere Länder scheinen Krypto-Angriffe immer öfter als geopolitisches Druckmittel zu nutzen.
Ein jüngstes Beispiel ist der Angriff auf das iranische Nobitex. Eine pro-israelische Hackergruppe stahl am 18. Juni mehr als 90 Millionen Dollar von der Plattform.
Aufruf zu besserer Sicherheit
TRM Labs drängt auf bessere Sicherheit. Denken Sie an Multi-Faktor-Authentifizierung, Cold Storage und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen. Plattformen müssen sich besser gegen Manipulation und interne Lecks schützen.
Darüber hinaus ist internationale Zusammenarbeit wesentlich. Nur durch das Bündeln von Kräften können gestohlene Mittel aufgespürt und Täter angegangen werden.
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