Michael Saylor’s Strategy hat sich erneut auf dem Kryptomarkt bemerkbar gemacht. Trotz des massiven Kursrückgangs von Bitcoin (BTC) in der vergangenen Woche scheint sein Interesse ungebrochen. Das Unternehmen hat erneut zugekauft, hätte jedoch besser noch etwas warten sollen.

Strategy kauft für 90 Millionen BTC

Strategy hat zu Beginn der letzten Woche erneut Bitcoin erworben. Laut einer offiziellen 8-K-Meldung bei der Securities and Exchange Commission (SEC) handelte es sich um 1.142 BTC, für einen Gesamtbetrag von etwa 90 Millionen Dollar.

Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 78.815 Dollar pro Coin und erfolgte bemerkenswerterweise kurz vor der historischen Korrektur. Am 5. Februar erlebte der Bitcoin-Kurs seinen größten absoluten Rückgang bis unter die 60.000 Dollar, den niedrigsten Stand seit Oktober 2024. Inzwischen liegt der Kurs bei 69.000 Dollar.

Im Nachhinein erweist sich das Timing als unglücklich.

Der Kauf wurde durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert. Insgesamt verkaufte Strategy 616.715 MSTR-Aktien und erzielte damit 89,5 Millionen Dollar.

Seit Jahresbeginn hat Strategy sechs Käufe angekündigt. Insgesamt wurde die Bitcoin-Reserve um 42.144 BTC aufgestockt. Diese Coins wurden für über 3,9 Milliarden Dollar angeschafft.

Strategy besitzt nun mehr als 714.000 BTC

Mit diesem Kauf steigt der Gesamtbesitz von Strategy auf 714.644 BTC. Laut Daten von BitcoinTreasuries wurden insgesamt 54,35 Milliarden Dollar investiert, was einem durchschnittlichen Kaufpreis von 76.056 Dollar pro Coin entspricht.

Bei dem aktuellen Kurs ergibt sich daraus ein nicht realisierter Verlust von über 4,9 Milliarden Dollar, was etwas mehr als 9 Prozent entspricht.

Ein wesentliches Risiko besteht darin, dass ein großer Teil der Bitcoin mit geliehenem Geld gekauft wurde. Dennoch scheint sich das Unternehmen darüber vorerst wenig Sorgen zu machen.

Aus den eigenen Quartalszahlen geht hervor, dass das Unternehmen über rund 2,3 Milliarden Dollar an Cash und liquiden Mitteln verfügt. Diese sogenannte USD-Reserve dient dazu, Zinszahlungen und Dividenden zu decken, ohne dass dafür Bitcoins verkauft werden müssen.

Strategy verfügt damit über genügend Liquidität, um Dividendenausschüttungen für die kommenden 30 Monate zu decken. Außerdem müssen bis 2027 keine größeren Schulden beglichen werden. Michael Saylor betonte zudem, dass Bitcoin sogar auf 8.000 Dollar fallen und dort bis 2032 bleiben könnte, ohne dass das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

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