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Michael Saylor, Vorstandschef des Bitcoin-Unternehmens Strategy, sieht keine Belege dafür, dass die größere Rolle der Wall Street die Kursbewegungen von Bitcoin negativ beeinflusst. Seiner Ansicht nach wird die Kryptowährung im Zuge der fortschreitenden Professionalisierung des Marktes sogar weniger volatil.
In einem Interview mit Fox Business sagte Saylor, Bitcoin sei seit 2020 deutlich stabiler geworden. Als Strategy mit dem Kauf von Bitcoin begann, lag die jährliche Volatilität seiner Aussage nach bei rund 80 Prozent. Inzwischen sei sie in Richtung 50 Prozent gesunken.
Saylor rechnet damit, dass die Volatilität in den kommenden Jahren Schritt für Schritt weiter nachlässt, bis Bitcoin nur noch etwa anderthalbmal so schwankungsanfällig ist wie der S&P-500-Index – und seiner Meinung nach auch langfristig besser abschneiden wird.
Bitcoin selbst stand in der vergangenen Woche deutlich unter Druck. Der Kurs fiel um fast 12 Prozent und machte damit die Gewinne aus diesem Jahr wieder zunichte.
Strategy hält derzeit 649.870 Bitcoin – im Wert von fast 60 Milliarden Dollar. Das sogenannte mNAV-Multiple des Unternehmens, also das Verhältnis zwischen dem Marktwert der Aktie und dem Wert des Bitcoin-Bestands, ist zurückgefallen auf 1,11.
Anfang Oktober lag dieses Verhältnis noch bei rund 1,52, als Bitcoin einen Rekordpreis von über 125.000 Dollar erreichte.
Auch die Aktie von Strategy (MSTR) geriet unter Druck. Der Kurs gab in den vergangenen fünf Tagen um mehr als 11 Prozent nach.
Saylor sagt, er fürchte keinen größeren Rücksetzer bei Bitcoin. Das Unternehmen sei so aufgestellt, dass es einen Kursrückgang von 80 bis 90 Prozent überstehen könne.
“Wir sind ziemlich unverwüstlich,” so Saylor. Er betonte, der finanzielle Hebel des Unternehmens sei seiner Ansicht nach “extrem robust”.
Trotzdem sind auch vorsichtigere Töne zu hören. Der erfahrene Trader Peter Brandt warnt, dass Strategy in Schwierigkeiten geraten könnte, wenn Bitcoin einen Kursverlauf einschlägt, der der Soja-Blase der 1970er-Jahre ähnelt – ein Szenario, das seiner Ansicht nach weiterhin möglich ist.
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