Der Bitcoin-Kurs geriet am Sonntag erneut unter Druck und fiel kurzzeitig unter 88.000 Dollar. Gleichzeitig deutete Michael Saylor, Vorsitzender des Bitcoin-Unternehmens Strategy, auf eine neue Investition in die digitale Währung hin.

Saylor deutet auf Erweiterung der Bitcoin-Position hin

Am Sonntagabend sank Bitcoin auf rund 87.600 Dollar, den niedrigsten Stand seit fast zwei Wochen. Der Kurs erholte sich später teilweise und pendelte am Montagmorgen wieder um die 89.000 Dollar. Der plötzliche Rückgang am Sonntag passt in ein Muster, das in den letzten Wochen häufiger zu beobachten war, mit starken Bewegungen bei niedrigen Handelsvolumina.

Michael Saylor deutete über soziale Medien an, dass Strategy möglicherweise erneut Bitcoin kaufen wird. Er postete eine Nachricht mit dem Text „Back to more orange dots“, ein Hinweis auf frühere Käufe, die er auf dieselbe Weise ankündigte.

Der letzte Kauf von Strategy fand am 12. Dezember statt, als das Unternehmen 10.624 Bitcoin erwarb. Damit besitzt Strategy nun über 660.000 Bitcoin mit einem geschätzten Wert von etwa 58 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei etwa 74.700 Dollar pro Stück, wodurch das Unternehmen trotz der jüngsten Kursschwankungen weiterhin im Plus ist.

Fokus auf Bank von Japan

Laut einigen Analysten steht der jüngste Verkaufsdruck im Zusammenhang mit Entwicklungen in Japan. Die japanische Zentralbank steht diese Woche vor einer Zinsentscheidung und es wird erwartet, dass der Zinssatz erhöht wird. Auf Prognosemärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte als sehr hoch eingeschätzt.

Eine Zinserhöhung in Japan könnte Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte haben, da Investoren möglicherweise Geld aus risikoreichen Anlagen abziehen. In der Vergangenheit gingen Zinserhöhungen in Japan mit Turbulenzen an den Aktien- und Bitcoin-Märkten einher.

Jahrelang wurden die Zinsen in Japan künstlich niedrig gehalten. Dadurch konnten Investoren günstiges Geld in Japan leihen und dieses in amerikanische Vermögenswerte mit höherer Rendite investieren. Durch die Zinserhöhungen könnte sich dies nun umkehren und das Kapital nach Japan zurückfließen.

Nicht alle Analysten erwarten große Überraschungen und Volatilität. Einige Analysten sind der Meinung, dass eine Zinserhöhung in Japan bereits weitgehend eingepreist ist.

Sie gehen davon aus, dass sich Bitcoin vorerst in einer breiten Spanne zwischen etwa 80.000 und 100.000 Dollar bewegen wird, bis es einen neuen klaren Auslöser für einen stärkeren Anstieg oder Rückgang gibt.

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