Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, hat entschieden bestritten, dass mehr als die Hälfte der krypto-bezogenen Anzeigen auf seiner Plattform betrügerisch sein sollen.

Das Unternehmen reagiert damit auf die Behauptungen der Australian Competition and Consumer Commission (ACCC), die in einer kürzlich eingereichten Klage erklärte, dass 58 % der von ihr geprüften Krypto-Anzeigen auf Facebook betrügerisch seien.

Daten sind veraltet

Laut einem Sprecher von Meta sind die Daten, auf die sich die ACCC stützt, veraltet und stammen aus einem kleinen, begrenzten Datensatz von 2018. Meta betont, dass seitdem erhebliche Maßnahmen ergriffen wurden, um Betrug zu verhindern. Der Sprecher fügte hinzu, dass andere Methoden, wie Telefonbetrug, nach wie vor häufiger von Betrügern genutzt werden als Anzeigen in sozialen Medien.

„Die Behauptungen der ACCC basieren auf einer alten internen Studie und geben kein genaues Bild der aktuellen Situation auf unserer Plattform“, so der Sprecher von Meta. Das Unternehmen wehrt sich gegen die Vorwürfe und wird sich vor Gericht zu den Ansprüchen äußern.

Meta erkennt an, dass Betrüger ihre Methoden ständig anpassen, um der Aufdeckung zu entgehen, betont jedoch, dass das Unternehmen intensiv daran arbeitet, Betrug auf seiner Plattform zu verhindern. Meta nutzt manuelle Kontrollen, automatisierte Technologie und maschinelles Lernen, um verdächtige Inhalte und Konten zu identifizieren und zu entfernen.

Viele gefälschte Konten werden ebenfalls entfernt

Im ersten Quartal 2024 hat Meta nach eigenen Angaben 631 Millionen gefälschte Konten und 436 Millionen Spam-Inhalte von Facebook entfernt, wobei der Großteil abgefangen wurde, bevor Nutzer eine Meldung machen konnten.

Trotz der Bemühungen von Meta haben mehrere Prominente rechtliche Schritte gegen das Unternehmen eingeleitet, weil sie angebliche Untätigkeit im Umgang mit betrügerischen Anzeigen, in denen ihre Ähnlichkeit verwendet wurde, beklagen. Der australische Milliardär Andrew Forrest reichte im Juni 2022 eine Klage gegen Meta ein, in der er behauptete, dass die Werbe-Schnittstelle von Facebook Betrügern helfe, betrügerische Anzeigen zu erstellen. Auch dänische und japanische Prominente haben ähnliche rechtliche Schritte eingeleitet, nachdem ihre Bilder ohne Zustimmung in krypto-bezogenen Anzeigen auf Facebook verwendet wurden.

Meta bleibt jedoch bei seiner Position, dass es kontinuierlich Schritte unternimmt, um seine Plattform sicherer zu machen und die Nutzer vor Betrug zu schützen.

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